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Freitag, 15. Mai 2015
Hearing von "Stop Vivisection" - Zahlen, Fakten, Lobbyismus
Bei der Anhörung von "Stop Vivisection" in Brüssel am 11.Mai 2015 wurde wenig vom Leid der Tiere gesprochen, vielmehr betonten Politiker und Nutzer von "Tiermodellen" ihren unschätzbaren Wert für die Forschung. Diejenigen denen die Gesundheit und das Wohlergehen von Mensch und Tier am Herzen lag, brachten immer wieder Zahlenmaterial und zitierten wissenschaftliche Studien um zu belegen wie unsinnig und gefährlich es ist, auf sogenannte " Tiermodelle" zu vertrauen.
Genetische Barrieren machen eine Vorhersehbarkeit der Reaktionen unmöglich und zu einem Glückspiel. Selbst innerhalb einer Art gibt es unterschiedliche Reaktionen.
Und das sind keine neuen Erkenntnisse.
So äußerte sich Prof. Dr. Herbert Hensel, Direktor des physiologischen Instituts der Universität Marburg, bereits 1975, in der Beilage zur "Neuen juristischen Wochenschrift" folgendermaßen:
"Nach Auffassung führender Biostatiker sind Wahrscheinlichkeitsaussagen vom Tier auf den Menschen grundsätzlich nicht möglich, weil weder die getesteten Parameter, noch die Tierarten , noch die geprüften Substanzen, als zufällige Stichproben im Sinne der Wahrscheinlichkeitstheorie gelten können. Damit besteht aber gegenwärtig überhaupt keine Möglichkeit einer wissenschaftlich begründeten Vorhersage.
In dieser Hinsicht ist die Situation noch ungünstiger als bei einem Glückspiel, da bei diesem die Erfolgschancen abschätzbar wären....Es wäre eine Illusion zu glauben, man brauche nur rigorose Vorschriften über Arzneimittelprüfungen im Tierversuch zu erlassen, um automatisch eine Erhöhung der Arzneimittelsicherheit zu erreichen. Das Beispiel der Contergan-Katastrophe, als Argument für strengere Prüfungen gern zitiert und in der Begründung des Regierungsentwurfs zur Reform des Arzneimittelrechts mehrfach erwähnt, beleuchtet diese Problematik besonders deutlich. Ebenso wenig wie damals ließe sich heute durch den Tierversuch eine derartige Arzneimittelkatastrophe mit ausreichender Sicherheit verhindern.
(Neue juristische Wochenschrift, Zeitschrift für Rechtspolitik Heft 12/1975)
Einige aktuelle Zahlenbeispiele:
Bei 25.000 Tierversuchsstudien gab es eine "Erfolgsquote" für die klinische Anwendung von 0,024%
92% der aufgrund von Tierversuchen für den Menschen als wirksam und ungefährlich geltenden Medikamente fallen durch die klinische Studie (Menschenversuch) und erhalten keine Zulassung.
20-50% der zugelassenen Medikamente werden später wieder vom Markt genommen oder mit Warnhinweisen versehen.
Etwa 58.000 Menschen sterben allein in Deutschland jährlich an Nebenwirkungen tierversuchserprobter Arzneimittel = Todesursache Nr.4
Obwohl dieses Forschungsmodell, basierend auf Tierversuchen, durchgefallen ist, wird es mit enormen Summen gefördert.
Allein in Deutschland stehen der Deutschen Forschungsgemeinschaft jährlich mindestens 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung, die zum größten Teil in Tierversuchsprojekte fließen.
Dagegen wird die Alternativforschung im Durchschnitt nur mit etwa 5 Millionen Euro gefördert.
Auch hier handelt es sich nicht ausschließlich um tierversuchsfreie Forschung, denn oft geht es bei den Studien nur darum, die bestehenden Tierversuche zu verfeinern, um dann mit weniger "Material" auszukommen.
Warum hält man also starrsinnig an einem Forschungsmodell fest, dass so wenig Erfolgsquoten vorzuweisen hat?
Darüber schrieb schon der Tierversuchskritiker Hans Rüsch im Vorwort seines Buches "Fälscher der Wissenschaft" :
"Es ist nicht nur tragisch sondern auch empörend, dass sich die Arzneimittelhersteller immer noch darauf berufen, ihre Mittel seien im Tierversuch "wissenschaftlich geprüft" worden und deshalb frei von schädlichen Nebenwirkungen - und das die Gesundheitsbehörden diesem Betrug Vorschub leisten. Dabei wissen die einen ebenso gut wie die anderen, dass Tierversuche lediglich eine Alibifunktion haben, für den Fall nämlich, dass die Schädlichkeit des Medikaments eines Tages nicht mehr verborgen werden kann. Dann können sie sagen, das alle "behördlich vorgeschriebenen Tests" gemacht worden sind - wobei sie verschweigen, dass diese Tests von ihnen selbst dem Gesetzgeber diktiert wurden; denn der Gesetzgeber muss sich in medizinischen Angelegenheiten vor den sogenannten Fachleuten beugen; und das sind eben die Dirigenten des Chemie-und des Ärzte Syndikats, mit denen die sogenannten obersten Gesundheitsbehörden so eng kollaborieren, dass sie oft nicht voneinander zu unterscheiden sind.
In Wirklichkeit sind diese Wissenschaftler von eigenen Gnaden, die den Tierversuch als dogmatischen Maßstab festgesetzt haben, Falschmünzer der Wissenschaft, die nicht nur der Volkswirtschaft, sondern auch der Volksgesundheit unermesslichen Schaden zufügen."
Bei der Anhörung von "Stop Vivisection" betonten die Tierversuchsbefürworter mehrfach, das unser "Europäisches Gesetz zum Schutze der Versuchstiere", verglichen mit dem "Rest der Welt", eines der besten Gesetze überhaupt sei und inzwischen erfolgreich in allen europäischen Staaten umgesetzt werde.
Zudem würde der Erfolg alle 5 Jahre kontrolliert.
11,5 Millionen Tiere werden in der EU jährlich im Tierversuch verbraucht. In 5 Jahren 57,5 Millionen.
Eventuell wird dann die Directive 2010/63 EU etwas nachgebessert?
Ist das hinnehmbar?
Die Bürger in der EU sind mehrheitlich gegen Tierversuche. Wann bitte möchten unsere Volksvertreter das zur Kenntnis nehmen?
Eine interessante Zusammenfassung über reglementierende Gesetze las ich in dem Buch "Holocaust, von Dr. Milli Schär Manzoli.
"Die Gesetze die Tierversuche reglementieren, stützen sich von vorneherein, auf ein wissenschaftlich und ethisch irriges Konzept: das heißt, sie nehmen an , das die Tierversuche aus wissenschaftlicher Sicht nützlich und mit ethischen Standpunkten vereinbar seien. Um diese Annahme glaubhaft zu machen, lügen die Betroffenen und haben die Möglichkeit, zu lügen, indem es ihnen gelingt, weite Kreise der Bevölkerung zu überzeugen:
Sie haben eben die finanziellen Mittel, um aufsehenerregende Anzeigen und Artikel in den Zeitungen zu bezahlen, und sie haben die politische Macht, um sich das Bündnis der Regierungen zu sichern, der Parlamentarier und der Parteien.
...Im Falle der Tierversuche geht es um offensichtlich unwissenschaftliche und unethische Handlungen, die in Toleranz gekleidet und vom Gesetz geschützt sind, also eine klare Abweichung von der gesetzlichen Mission, die sich nur durch die Existenz einer Lobby erklären lässt.
Dies geschieht in allen Ländern der Erde, wo die mit der Vivisektion zusammenhängenden ökonomischen Interessen vorherrschend sind und wo diese Interessen die Mittel und die Macht haben, sich öffentlich durchzusetzen. Es handelt sich praktisch um die industrialisierten Länder, da heutzutage die Tierversuchsforschung eine industrielle Tatsache ist."
Im Vorraum des Plenarraumes, in dem das Hearing von "Stop Vivisection" abgehalten wurde, fand ich einen Flyer in englischer Sprache. Laut Impressum, herausgegeben von einer Stiftung:
"The European Animal Research Association", mit Sitz in London.
Diese Stiftung ist augenscheinlich höchst beunruhigt über die schwindende Zustimmung der Bevölkerung zu Tierversuchen.
Sinngemäß heißt es in dem Flyer:
Trotz der klaren Vorteile und Notwendigkeit der Forschung an Tieren, ist die öffentliche Unterstützung nicht selbstverständlich.
Ein historischer Mangel an Transparenz und zuverlässigen Informationsquellen aus den Forschungsbereichen, neben starken Kampagnen von Tieraktivisten haben die öffentliche Unterstützung untergraben.
Organisationen, die Tiere für ihre Forschung verwenden, sind manchmal beunruhigt die über Transparenz und die Veröffentlichung ihrer Tierforschung. Diverse Initiativen gegen Tierforschung haben in mehreren europäischen Ländern Kampagnen lanciert.
In Italien wurden Forscher als "Attentäter" in der Tieraktivisten Literatur bezeichnet und Persönliche- und Kontaktinformationen portraitiert.
In Deutschland wurde der Neurowissenschaftler Prof. Andreas Kreiter in einer ganzseitigen Zeitungsanzeige von einem Tieraktivisten als "nicht menschlich" dargestellt.
Diese Attacken auf Forscher summieren sich zu einer langen Liste von Initiativen von Tieraktivisten, deren Ziel es ist, die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
Die Europäische Animal Research Association (EARA) wird von Organisationen unterstützt, die Tiere in ihrer Forschung gebrauchen.
EARA's Mission konzentriert sich auf vier Hauptpunkte:
Bessere Information und Aufklärung des Publikums, das der humane Gebrauch von Tieren weiterhin in der biomedizinischen Forschung erforderlich ist und sie davon profitieren.
Erstellen eines günstigen Klimas für Tierforschung durch Beeinflussung der EU politischen Entscheidungsträger.
Anleitung pan-europäischer Initiativen, um dem Druck auf die Labortier Lieferkette zu begegnen und die Lizenz für die Versuchstiere in der Forschung zu verwenden.
Unterstützt die Bemühungen der Tierforschungseinrichtungen, die Ware und Service benötigt, um an Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungen für Menschen und Tiere zu gelangen.
Auf der Webseite der Association findet man folgende Vorstandsmitglieder:
Association for Assessment and Accreditation of Laboratory Animal Care (AAALAC)
Associazione Italiana per le Scienze degli Animali da Laboratorio (AISAL)
Covance
efpia - European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations
recherche- animale.org
GSK - GlaxoSmithKline
Harla
Mario Negri Institute
Marshal Bio
Sanofi Group
Stichting Informatie Dierproeven (SID)
Understanding Animal Research (UAR)
http://eara.eu/uber-uns/verwaltung/
Unser Appell an die EU
Sehr geehrte Damen und Herren EU- Abgeordnete und EU- Parlamentarier.
Wir verstehen sehr wohl, warum der Chemie- und Pharmaindustrie sehr daran gelegen ist, das die Directive 2010/63 EU erhalten bleibt, garantiert sie ihnen doch weitgehend schrankenlose Forschungsfreiheit.
Den Versuchstieren garantiert sie jedenfalls keinen Schutz, obwohl in den Eingangsworten der Directive steht:
.
"Das Wohlergehen von Tieren ist ein Wert der Union, der in Artikel 13 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) verankert ist. "
Den Menschen in Europa liegt ihre Gesundheit und das Wohlergehen von Umwelt, Tier- und Naturschutz sehr am Herzen.
SIE jedenfalls wurden gewählt, um die Interessen der Europäischen Bürger und deren Werte zu vertreten und nicht die Wünsche der milliardenschweren Chemie- und Pharmaindustrie zu erfüllen.
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Die Reise nach Bruessel – fuer die Tiere!
Am 16. 10. haben wir uns frueh aufgemacht um unseren Reisebus in Bochum zu erreichen. Fuer mich erst einmal eine Stunde Anfahrt mit dem Zug. Gisela hatte es nicht ganz so weit.Die ganze Aufregung im Vorfeld war auch nicht so ohne. Eigentlich hatten wir unseren Termin bei Dr. Peter Jahr, dem Leiter des Petitionsausschusses am 16. 10. Und die Fahrt und Uebernachtung am 15. 10. waren fest gebucht. Per Email wurden wir kurz vorher unterrichtet, das Dr. Jahr doch verhindert ist, aber einen Tag vorher oder einen Tag nachher Zeit fuer uns haette. Fuer Gisela eine Herausforderung und eine Meisterleistung, die Fahrt noch umzubuchen und auf die Schnelle noch ein Hotelzimmer zu bekommen. Leider konnten Dr. Andre Menache von Antidote Europe und Michael Siethoff von der Partei Ethik & Tierrecht nun bei der Uebergabe nicht dabei sein. Kurz entschlossen erbot sich Gerhard Oesterreich vom „Arbeitskreis Tierschutz Guetersloh“ am 17. 10. zur Petitionsuebergabe nach Bruessel zu kommen. Herr Oesterreich ist sozusagen unser Mentor in Sachen Tierrecht und Gesetzgebung.
Die Fahrt nach Bruessel begann mit kleineren Hindernissen. Wie es mit Bussen so ist, hatte unser Verspaetung. Wir waren schon ganz aufgeregt und froh, endlich um 9 Uhr den Bus nach Bruessel zu besteigen.
In Eindhoven und Antwerpen stiegen viele Reisende hinzu.
Einen wirklichen Schock erlitten wir, als wir in Bruessel ankamen und ich meinen Trolli nicht finden konnte. Klar, das Gepaeck der nach uns Eingestiegenen war vorn und unseres?
Vom Fahrer war nichts zu sehen und ich begann, alles Gepaeck aus dem Bus zu ziehen und auf die Strasse zu stellen.
Mein Gott, wie viele blaue Trollis es gab. Wo war meiner? In meinem Trolli war ja nicht viel Gepaeck, aber unsere Petition und der Karton mit den 7724 Unterschriften. Ich wurde immer hektischer und kroch in den Gepaeckraum des Busses. Draussen versammelten sich einige Reisende und vor allem einer Familie gefiel das, was ich tat, gar nicht.
Der Vater schrie immer: „ Madame, Madam“ und ich schrie zurueck „I search my suitcase!!“
Endlich entdeckten wir das gute Stueck und machten uns von dannen.
Die Taxifahrt zum Hotel war ein weiteres Abenteuer und ich kann nur sagen, ich wuerde mich niemals trauen, in Bruessel Auto zu fahren.
Nachmittags war ein Stadtbummel angesagt, den wir bei stroemendem Regen absolvierten.
Es war aber trotzdem schoen. Wir waren beeindruckt von dem „Grand Place“ und den vielen historischen Gebaeuden, den vielen kleinen Kramlaeden und malerischen Restaurants.
Negativ viel uns auf, wie viele Boutiquen „Echt Pelz“ im Schaufenster hatten und bei einigen Kleidungsstuecken waren wir uns fast sicher, dass hier Katzen- oder Hundefell verarbeitet war. Leider reichte die Zeit nicht, der Sache genauer auf den Grund zu gehen.
Am Morgen des 17.10. waren wir schon leicht aufgeregt. Gisela versuchte, sich vom Hotel aus in ihre emails einzuloggen und hatte mit Schwierigkeiten zu kaempfen. Tatsaechlich war unser Termin noch einmal verschoben worden, aber gluecklicherweise nur eine halbe Stunde.
Inzwischen war Andre Menache unbemerkt eingetroffen. Ich entdeckte ihn wartend in der Hotellobby. Unsere Englischkenntnisse reichten zum Glueck aus, um uns angeregt zu unterhalten.
Andre ist ein Dr. med. vet und praktiziert als Tierarzt. Wo immer er fuer die Tiere kaempfen und etwas erreichen kann, reist er auf eigene Kosten hin.
Er haelt Vortraege und tritt als Gutachter bei Gericht auf. Seine Arbeit bei Antidote-Europe richtet sich auf die Erforschung von Alternativen und die Beendigung aller Tierversuche.
Die Wissenschaftler hinter Antidote Europe sind auch unter anderem die Initiatoren von Stopvivisection.eu, der Versuch eine Europaeische Buergerinitiative zu gruenden, um eine gesetzliche Grundlage zu haben, um gegen Tierversuche vorgehen zu koennen. Dazu werden 1 Million Unterschriften benoetigt und dieses Ziel ist fast erreicht.
Wir haben jedenfalls beschlossen in Verbindung zu bleiben.
Leider konnte Herr Oesterreich bei diesem Treffen nicht dabei sein, was ihm sehr leid tat. Als sein Zug Bruessel erreichte musste Dr. Menache schon zu seiner Besprechung.
Um 13 Uhr traf Herr Oesterreich im Hotel ein und nach einem gemeinsamen Mittagessen war es Zeit, mit dem Taxi zum Europaeischen Parlament aufzubrechen. Da gab es natuerlich viel zu bestaunen.
Am Eingang wurde erst einmal unsere Gepaeck und unsere Jacken gecheckt und ausserdem unsere Ausweise ueberprueft. Danach bekamen wir ein Schildchen, das wir gut sichtbar an der Kleidung tragen mussten. Eine Mitarbeiterin von Dr. Jahr holte uns ab und machte noch einen Rundgang mit uns, denn der Leiter des Petitionsauschusses kam gerade von einer Englandreise und war noch gar nicht im Hause.
Nach seinem Eintreffen setzten wir uns gemeinsam an einen Tisch, wo wir in lockerer Atmosphaere unser Anliegen vortragen konnten. Wir versicherten ihm, dass wir nicht im allgemeinen das REACH Programm stoppen wollen. REACH ist zu begruessen, denn wir sind von Hundertausenden Chemikalien umgeben, ueber deren Giftig- und Gefaehrlichkeit kaum Daten vorliegen. Aber Tierversuche sind nicht der richtige Weg um das herauszufinden. Es wiegt die Menschen in falscher Sicherheit weil die Ergebnisse aus dem Tierversuch nicht auf uns uebertragbar sind. Ausserdem ist die REACH-Verordnung so gestaltet , dass selbst sehr besorgniserregende Stoffe, die nachweislich krebserregend sind, ungeborenes Leben schaedigen oder vom Organismus nicht mehr ausgeschieden werden koennen mit Ausnahmegenehmigung auf dem Markt bleiben wenn a) der Hersteller garantiert das er die Gefahren kontrollieren kann, b) wenn es fuer den Stoff keine ungefaehrliche Alternative gibt und c) aus sozio-oekonomischen Gruenden.
Wir wiesen darauf hin, daß es genuegend Alternativen gibt, um REACH ganz ohne Tierversuche durchzufuehren. Und wiesen auf die Erfindungen von Antidote Europe hin, die versprechen, dass sie mit menschlichen Zellkulturen und DNA Chip alle Stoffe auf ihre Giftigkeit testen koennen und das schnell und billig. Auch der britische Verein BUAV gab schon vor der Einsetzung von REACH die Broschuere heraus: „Der Weg Vorwaerts“. Auch in dieser Broschuere wurden Alternativen fuer alle durch die Verordnung geforderten Tests vorgestellt. Es liegt also nicht daran, dass es diese Alternativen Verfahren nicht gibt, sondern das die Anerkennung 10 Jahre und laenger dauert.
Im weiteren werden Tierversuche gemacht wegen Marktvorteilen, denn man will ja seine Produkte moeglichst bis in die entferntesten Erdteile verkaufen und womoeglich gibt es irgendwo ein Land, dass diese Tests noch nicht anerkannt hat. Darum ist man so zoegerlich mit der Anerkennung . Es kann aber nicht angehen, daß Tiere auf schmerzhafteste und qualvolle Weise zu Tode gequaelt werden, wenn das weder fuer die menschliche Sicherheit noch fuer die Umwelt einen Vorteil bringt. Diese Versuche werden unrechtmaessig gemacht und sind zu verbieten.
Wir fanden bei Dr. Jahr sozusagen ein offenes Ohr, da ihm bei dem Gedanken an die steigenden Tierversuche selbst unwohl war. Er nahm also unsere Petition und unseren Karton, in dem die 7724 Unterschriften waren, entgegen und war zuversichtlich daß der Petitionsrat diese auch annehmen wird. Leider kann es dann bis zu einem Jahr dauern, bis darueber verhandelt wird.
In der Zwischenzeit werden wir aber nicht untaetig bleiben, denn wir bekamen sowohl durch das Treffen mit Dr. Menache als auch durch Dr. Jahr einige gute Ratschlaege, wie wir unser Ziel weiter verfolgen koennen.
Wir moechten betonen, daß wir nicht nur gegen die REACH -Tierversuche kaempfen, sondern jeden Tierversuch aus ethisch moralischen Gruenden ablehnen. In unseren Augen hat der Mensch nicht das Recht, Tiere, weil er sie als unter ihm stehend betrachtet, fuer seine Zwecke zu missbrauchen und ihnen ihr Leben zu nehmen.
Mittwoch, 28. August 2013
Bürgerinitiative stopvivisection.eu
http://www.stopvivisection.eu/de
STOP VIVISECTION gibt Bürgern die Möglichkeit, NEIN zu Tierversuchen zu sagen und einen verantwortungsbewussteren Umgang mit der Wissenschaft zu fordern, der sowohl den Schutz der Menschenrechte als auch die Rechte der Tiere garantiert.
Dank der Europäischen Bürgerinitiative können sich die Bürger der EU aktiv an der Politik der Europäischen Union beteiligen, sofern sie eine Million Unterschriften sammeln.
Drängen wir die Europäischen Kommission, die Richtlinie 2010/63/EU zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere außer Kraft zu setzen und einen neuen Vorschlag zu unterbreiten, der auf der Abschaffung der Tierversuche beruht und stattdessen - in der biomedizinischen und toxikologischen Forschung - verbindlich den Einsatz von Daten vorschreibt, die direkte Relevanz für den Menschen haben.
Donnerstag, 18. Juli 2013
Kommitee Antidote Europe Frankreich
Antidote Europe :http://antidote-europe.org/en/
Ausschnitt aus der o.a. Website:
There are many ways in which animals are used in science, but their role as models for predicting human outcome is especially controversial. Read ‘Are animal models predictive for humans?’
- ANTIDOTE EUROPE hat die E.U.-Kommission mehrmals auf die bekannte Tatsache hingewiesen, dass Ergebnisse aus Tierexperimenten nicht auf den Menschen übertragbar sind, nicht einmal auf andere Tierarten. Auch wenn das toxische Risiko chemischer Substanzen noch so lang, noch so gründlich, noch so gewissenhaft an unzähligen Versuchstieren getestet wird, wissen wir noch immer nichts über die Wirkung auf den Menschen. ANTIDOTE EUROPE hat das Scientific Toxicology Program (Wissenschaftliches Toxikologie Programm) entwickelt, kurz STP genannt. STP basiert auf menschlichen Zellkulturen, auf gentechnischem Wissen und DNA-Chips. Mit STP ist es z.B. möglich 100.000 chemische Substanzen in absehbar kurzer Zeit zu testen, und zwar ohne Tiere! Vergleichsweise hat die EU-Kommission 12 Jahre für nur 30.000 Substanzen veranschlagt! Gefährliche und/oder krebserregende Substanzen auszutesten dauert mit den grausamen toxikologischen Tiertests (meist an Nagern) mehrere Monate, ohne verlässliche Resultate zu erbringen. STP dagegen, erbringt sichere Ergebnisse innerhalb weniger Tage. Wenn Sie mehr über ANTIDOTE EUROPE erfahren möchten, informieren Sie sich bitte im Internet. Die Forschungsarbeiten können Sie mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen. Alle Tierschutzorganisationen, besonders die Antivivisektionsvereine, sind aufgerufen, sich mit ANTIDOTE EUROPE zu verbünden, um gemeinsam gegen die Schande Tierversuch vorzugehen. Mit den Erkenntnissen von ANTIDOTE EUROPE, die auch in Medizin und Mikrobiologie Anwendung finden, können Tierversuche bald der Vergangenheit angehören, wenn „man“ nur will. Die Durchsetzung dieser Forschungsprogramme erfordert europaweit massive Druckausübung auf die politischen Entscheidungsträger. Bitte denken Sie daran bei der bevorstehenden Europawahl und der Bundestagswahl im September. Fragen Sie bitte die Abgeordneten aller Parteien, was Sie über ANTIDOTE EUROPE und STP wissen und wie sie dazu stehen. Professor Claude Reiss und Mitarbeiter referierten nämlich mehrmals vor dem Europaparlament über ihre bahnbrechenden Technologien. Fragen Sie bitte auch noch, ob wir alle Chemikalien und Giftstoffe brauchen, die profitgierige Chemie- und Pharmahersteller auf den Markt werfen, ohne Rücksicht auf Mensch, Tier und Umwelt. Und, was gesundheitsschädigende Chemikalien in unserem täglichen Leben überhaupt zu suchen haben. Der Nutzen dieser Chemikalien muss kritisch hinterfragt und dann eine Auswahl der wenigen, wirklich unverzichtbaren Substanzen bestimmt werden. Seit Jahrzehnten schon fordern veranwortungsbewusste Forscher und Ärzte das Verbot der wissenschaftlich überholten Tierversuchspraktiken. WARUM hört man nicht auf sie? Weil Tierversuche ein einträgliches Geschäft sind. Deshalb werden Alternativen abgelehnt, schlecht gemacht, deren Validierung hintertrieben! Tierversuche seien unverzichtbar, kolportieren empört die Hersteller und Vermarkter von Tierversuchsprodukten, vereint mit den sonstigen Profiteuren, nämlich den Vivisektoren; den Züchtern von Versuchstieren; den Händlern von teils erschlichenen, teils gestohlenen Tieren; den Herstellern von Spezialfuttermitteln; den Herstellern von Stallungen, Käfigen, Fixiergeräten und sonstigem Zubehör. Unisono beschwören diese Tierversuchsbefürworter auch noch das Horrorszenario, Deutschland verkäme zur Wissenschaftswüste, die Forscherelite wandere ab, Tierversuche würden in andere Länder verlegt, etc. Achtung! Hochkarätige Wissenschaftler/Forscher wandern nur dann ab, wenn die überholte, wissenschaftlich unzuverlässige Vivisektionsforschung weiterhin grosszügig mit Steuer- geldern gefördert wird - gegen den Willen vieler Bürger - , die neue wissenschaftlich zuverlässige Alternativforschung dagegen aussen vor bleibt! STOP dem Tierversuch! Danke für Ihre Aufmerksamkeit
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Mittwoch, 17. Juli 2013
Petition "REACH stoppen! Tierversuche abschaffen" ist online
Bitte beteiligt Euch an unserer Petition gegen die Europaeische Chemikalienverordnung „REACH“.
Wir haben die online Petition in englischer und deutscher Sprache gestartet.
Bitte nur entweder auf der deutschen oder auf der englischen Seite unterschreiben.
Die deutschsprachige Petition findet ihr hier:
The petition in english:
http://www.gopetition.com/petitions/stop-reach-no-animal-testing-for-a-failed-chemicals-policy.html
Bitte verbreitet diese Petition.
Es kommt auf jede Stimme an!
Gabriele Menzel, Gisela Urban, Adile Pannicke, Claudia Sunitsch
Weitere Infos auch unter:
http://tierrechte-reach.blogspot.de/ http://tierfreundeohnegrenzen.jimdo.com/reach/
Wir haben die online Petition in englischer und deutscher Sprache gestartet.
Bitte nur entweder auf der deutschen oder auf der englischen Seite unterschreiben.
Die deutschsprachige Petition findet ihr hier:
Petition in deutscher Sprache:
https://www.openpetition.de/petition/online/reach-stoppen-keine-tierversuche-fuer-eine-verfehlte-europaeische-chemikalienpolitik The petition in english:
http://www.gopetition.com/petitions/stop-reach-no-animal-testing-for-a-failed-chemicals-policy.html
Bitte verbreitet diese Petition.
Es kommt auf jede Stimme an!
Gabriele Menzel, Gisela Urban, Adile Pannicke, Claudia Sunitsch
Weitere Infos auch unter:
http://tierrechte-reach.blogspot.de/ http://tierfreundeohnegrenzen.jimdo.com/reach/
Donnerstag, 20. Juni 2013
Geschichtlicher Rückblick des Haustierdiebstahls und der Beschaffung von Tieren für die Vivisektion - Teil 2
Vor einigen Jahren bekam ich einen Videofilm zugesendet, mit dem Titel: "Tiere in der Forschung". Gedreht wurde er von dem Schweizer Kameramann und Tierschützer Mark Rissi und Stefan Eckart.(1992). Dieser Film hat mich schwer schockiert. Er zeigte Interviews mit Tierdieben, Katzenklauern, Hundezüchtern, die ihre Hunde als Schrott bezeichneten, denen es egal war ob die Tiere in den Versuch gingen. Personen die überall her Tiere organisierten. Sie antworteten auf Zeitungsannoncen, wenn jemand Hunde oder Katzen abgeben wollten und so weiter.
Undercover gaben sich die Tierschützer als Aufkäufer für Labore aus und bekamen Einblick in die Praktiken der Tierhändler. Sie deckten auch auf, dass die Pharmaindustrie, um Geld zu sparen, Tiere aus dunklen Kanälen kaufte.
Eine Tierschützerin, die sehr engagiert war, finanzierte das Projekt.
Geschichtlicher Rückblick des Haustierdiebstahls und der Beschaffung von Tieren für die Vivisektion -Teil 1
Wer kennt
sie nicht, die vielen Webseiten zum Thema verschwundener Haustiere und der
Warnung vor Tierfängern und ihren Methoden?
Immer öfter aber wird auf Webseiten im Internet, in Zeitungsartikeln oder durch die Stellungnahme von renommierten Tierschutzvereinen (durch die Politiker und Vertreter der Pharmaindustrie sowieso) das Thema Tierdiebstahl durch professionelle Tierdiebe ins Reich der urbanen Legenden verschoben. Allenfalls räumt man die Möglichkeit ein, das z.B. Katzen für den Fellhandel eingefangen werden. Angeblich sei niemals ein Tierfänger gefasst worden.
Weiterlesen bitte unten:
Immer öfter aber wird auf Webseiten im Internet, in Zeitungsartikeln oder durch die Stellungnahme von renommierten Tierschutzvereinen (durch die Politiker und Vertreter der Pharmaindustrie sowieso) das Thema Tierdiebstahl durch professionelle Tierdiebe ins Reich der urbanen Legenden verschoben. Allenfalls räumt man die Möglichkeit ein, das z.B. Katzen für den Fellhandel eingefangen werden. Angeblich sei niemals ein Tierfänger gefasst worden.
Weiterlesen bitte unten:
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Die Tötung von Versuchstieren
Oder des Überschusses an gezüchteten Tieren.
Oder der Tötung um Gewebe oder Organe zu gewinnen.
Welche Todesart ist wohl die empfehlenswerteste?
Das auch dafür Tierversuche gemacht werden, erstaunt fast nicht mehr.
Mit diesem Vorwissen, versteht man die Empfehlungen der Universitäten, welche Tötungsmethoden abzulehnen, sind besser.
Wie sehr leiden die Tiere?
Wie bewertet man die Angst der Tiere?
Nachfolgend die Empfehlungen von TIERSCHUTZBEAUFTRAGTEN in Baden Würtenberg:
Die Empfehlungen der ATBW sind zu erhalten ueber das ZMBH der Universitaet Heidelberg, Im
Neuenheimer Feld 282, D-69120 Heidelberg
Oder der Tötung um Gewebe oder Organe zu gewinnen.
Welche Todesart ist wohl die empfehlenswerteste?
Das auch dafür Tierversuche gemacht werden, erstaunt fast nicht mehr.
Mit diesem Vorwissen, versteht man die Empfehlungen der Universitäten, welche Tötungsmethoden abzulehnen, sind besser.
Wie sehr leiden die Tiere?
Wie bewertet man die Angst der Tiere?
Nachfolgend die Empfehlungen von TIERSCHUTZBEAUFTRAGTEN in Baden Würtenberg:
Die Empfehlungen der ATBW sind zu erhalten ueber das ZMBH der Universitaet Heidelberg, Im
Neuenheimer Feld 282, D-69120 Heidelberg
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