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Montag, 22. April 2019
Tierversuche - Unsere Beschwerde an die EU Kommission
Europäische Kommission
Generalsekretär
B-1049 Brüssel
Belgien
1.Fragen an die Kommission betr. RL 2010/63 EU
2. Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland und andere Mitgliedsstaaten betr. RL 2010/63 EU
Sehr geehrter Generalsekretär Selmayr,
sehr geehrte Abgeordnete der Europäischen Kommission,
am 3. März 2015 reichte die Europäische Bürgerinitiative "Stop Vivisection" bei der Europäischen Kommission 1.173.131 zertifizierte Signaturen ein, gesammelt in allen Mitgliedstaaten der EU, um den Ausstieg eines veralteten (und sogar gefährlichen) Verfahren der biomedizinischen Forschung zu bewirken: „Tierversuche“.
Die Europäische Union lehnte nach einer Anhörung von Vertretern der BI und weiteren wissenschaftlichen Kommentatoren die Forderungen der BI „ Stop Vivisection“ ab. Auch wir als Petenten der Petition 1833/2013, eingereicht von Gisela Urban und Gabriele Menzel, deutscher Staatsangehörigkeit, im Namen mehrerer Tierschutzverbände, unterzeichnet von 7724 Personen, zu Tierversuchen und der REACH-Verordnung erhielten den gleichen ablehnenden Bescheid vom 3.6.2015 wie die BI „Stop Vivisection“.
Sie schrieben:
„Fortbestehende Notwendigkeit der Richtlinie 2010/63/EU
Die Richtlinie ist notwendig, um ein hohes Schutzniveau für Tiere gemäß Artikel 13 AEUV zu gewährleisten. Ein Außerkraftsetzen der Richtlinie wird den Einsatz von Tieren in Versuchen nicht verhindern, sondern vielmehr die Art und Weise deregulieren, in der solche Versuche durchgeführt werden, so dass die betreffenden Tiere diesen noch stärker ausgesetzt wären. Zudem verschlechterten sich hierdurch die Aussichten für die Entwicklung von Alternativen.
….Eine vollständige Umsetzung der Richtlinie 2010/63/EU ist unerlässlich, um das Wohlergehen der Tiere, die heute noch eingesetzt werden, zu erhöhen. Die Kommission prüft genau die korrekte und vollständige Umsetzung der Richtlinie in einzelstaatliches Recht und leitet gegebenenfalls Vertragsverletzungsverfahren ein.“
Die Kommission zog folgende Schlussfolgerungen zur europäischen Bürgerinitiative „Stop Vivisection“:
„Die Kommission begrüßt die Mobilisierung der Bürger für den Tierschutz. Die Bürgerinitiative bietet die Gelegenheit, kritisch zu überprüfen, wie die EU ihre Anstrengungen noch forcieren kann, auf Tierversuche in der Forschung und in den Prüfmethoden zu verzichten.
Die Kommission unterstreicht, dass Tierversuche in Europa für den Gesundheitsschutz von Mensch und Tier sowie für den Schutz der Umwelt nach wie vor wichtig sind. Die Richtlinie 2010/63/EU ist auf EU-Ebene für den Schutz der noch benötigten Tiere unverzichtbar, wenngleich weiter an dem Ziel gearbeitet wird, letztlich ganz und gar auf Tierversuche zu verzichten.
….Gleichzeitig wirkt sich die Richtlinie 2010/63/EU auch beschleunigend auf die Entwicklung und Einführung alternativer Ansätze aus, was den Forderungen der Initiative entspricht.
Daher hat die Kommission nicht die Absicht, einen Vorschlag zur Außerkraftsetzung der Richtlinie 2010/63/EU vorzulegen und die Annahme neuer Rechtsvorschriften vorzuschlagen.“
In Ihrem Schreiben versicherten Sie, weiterhin die Entwicklung und Einführung alternativer Ansätze zu fördern, die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zwischen allen Sektoren zu unterstützen, neue Methoden zu validieren und deren Zulassung zu erleichtern….
Unsere Fragen an die Kommission zu diesem Thema lauten:
1. Wie viele Alternativmethoden wurden seit der Verabschiedung der RL 2010/63 EU neu entwickelt, wie viele wurden validiert und wie viele kommen inzwischen auch zum Einsatz?
2. Wie viele tierexperimentelle Prüfverfahren wurden inzwischen durch Alternativmethoden ersetzt und auf welchen Gebieten?
3. Ist die Zahl der Tierversuche dadurch signifikant gesunken?
4. Warum wurde seit 2011 keine europäische Tierversuchsstatistik mehr veröffentlicht?
Weiter schrieb die Kommission in ihrem statement an „Stop Vivisection“ und an uns, sie würde auf EU-Ebene und international den Dialog mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft fortsetzen, um alternative Prüfmethoden zu ermitteln, und bis Ende 2016 eine Konferenz abhalten, die schnellere Fortschritte bei der Einstellung von Tierversuchen zum Thema haben wird.
Unsere Fragen an die Kommission zu diesem Punkt lauten:
5. Hat die von Ihnen angekündigte Konferenz gegen Ende 2016 stattgefunden, die schnellere Fortschritte bei der Einstellung von Tierversuchen zum Thema haben sollte?
6. Wenn ja, mit welchem Ergebnis?
7. Waren auch Vertreter der BI „Stop Vivisection“ dort anwesend und am Dialog beteiligt?
8. Wenn nein, warum nicht? Immerhin vertritt die BI „Stop Vivisection“ 1.173.131 EU Bürger.
Weiter schrieb die Kommission:
„Alle Mitgliedstaaten haben die Umsetzung in einzelstaatliches Recht vollständig abgeschlossen, jetzt liegt es an ihnen, die Bestimmungen auch durchzusetzen. 2017 soll die Wirksamkeit der Richtlinie überprüft werden.“
In dem Artikel „Tierversuche: „EU erhebt massive Vorwürfe gegen Deutschland“ berichtet die „Osnabrücker Zeitung“ dass die EU Kommission im Juli 2018 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eingeleitet hat.
Deutschland müsse nun darauf nun eine Erwiderung schicken. Dem Vernehmen nach hätte die Bundesregierung bereits um eine Fristverlängerung bis Jahresende gebeten“.
Quelle: https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1543577/tierversuche-eu-erhebt-massive-vorwuerfe-gegen-deutschland
Wir als Bürger, die sich seit Jahrzehnten für die Abschaffung aller Tierversuche einsetzen, fordern die Kommission auf, Deutschland und andere Mitgliedsstaaten, die sich der Vertragsverletzung schuldig gemacht haben, keinerlei Fristverlängerung zu gewähren.
Die Dreistigkeit, mit der die BRD EU Recht verletzt und absichtlich vertragliche Pflichten ignoriert, ist ein fatales Signal an die europäische Gemeinschaft. Die BRD ist eines der wenigen Länder, in denen der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert ist und sollte eine Vorreiterrolle übernehmen, um den Tierschutz in Europa zu gewährleisten.
Bereits im Jahr 2012, also schon vor der Änderung des Deutschen Tierschutzgesetzes (2013), belegte ein juristisches Expertengutachten, vorgelegt durch Prof. Dr. jur. Anne Peters zu verschiedenen Fragen im Zusammenhang mit der EU-Tierversuchsrichtlinie, LL.M., Ordinaria für Völker- und Staatsrecht an der Universität Basel, dass einige von Deutschland umgesetzte Vorschriften nicht der EU-Tierversuchsrichtlinie entsprechen und damit richtlinienwidrig sind und abgeändert werden müssen, wenn nicht ein Verstoß gegen das Unionsrecht in Kauf genommen werden soll.
Eine im Februar 2016 von Dr. Christoph Maisack vorgelegtes Gutachten, kommt ebenfalls zu der Einschätzung, dass tierschutzrelevante Verstöße bei der Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie in deutsches Recht vorliegen. Im Gutachten werden 18 eindeutige und tierschutzrelevante Verstöße aufgeführt.
Im März 2016 reichte der Verein „Ärzte gegen Tierversuche“ e.V. Beschwerde wegen Verstoßes Deutschlands gegen die Umsetzung der Richtlinie 2010/63/EU ein.
Folgende Punkte belegen die Vertragsverletzung der BRD:
Behörden in Deutschland haben keine Möglichkeit, eine unabhängige und unparteiische Schaden-Nutzen-Abwägung bei beantragten Tierversuchen vorzunehmen.
Durch den Gesetzgeber sind diesen Institutionen praktisch die Hände gebunden ihrer Garantenpflicht in Sachen Tierschutz vollumfänglich nachzukommen. Die Wissenschaftler selber beurteilen, ob die geplanten Tierversuche ethisch vertretbar sind.
Ein weiteres Beispiel für die mangelhafte Umsetzung der EU Richtlinie in Deutschland betrifft die Genehmigungspflicht in der Aus-, Fort- und Weiterbildung, hier wurde die auch vorher übliche Anzeigepflicht beibehalten.
Das bedeutet, dass es keine Prüfung auf Unerlässlichkeit und keine ethische Bewertung durch die zuständigen Behörden und eine Tierschutzkommission gibt.
Nach Art.15 Abs.2 der Richtlinie 2010/63 EU müssen die Mitgliedstaaten grundsätzlich gewährleisten, „dass ein Verfahren nicht durchgeführt wird, wenn es starke Schmerzen, schwere Leiden oder schwere Ängste verursacht, die voraussichtlich lang anhalten und nicht gelindert werden können“.
Zur Begründung heißt es in Erwägung 23: „Aus ethischer Sicht sollte es eine Obergrenze für Schmerzen, Leiden und Ängste geben, die in wissenschaftlichen Verfahren nicht überschritten werden darf. Hierzu sollte die Durchführung von Verfahren, die voraussichtlich länger andauernde und nicht zu lindernde starke Schmerzen, schwere Leiden oder Ängste auslösen, untersagt werden.“
Leider hat die EU Kommission den Mitgliedsstaaten in Art. 55 Abs.3 Ausnahmen gestattet, wenn sie es aus wissenschaftlich berechtigten Gründen für erforderlich halten, die Verwendung eines Verfahrens zu genehmigen, das im Sinne von Artikel 15 Absatz 2 starke Schmerzen, schwere Leiden oder Ängste verursacht, die voraussichtlich lang anhalten und nicht gelindert werden können
Nach dem unmissverständlichen Wortlaut des Art. 55 Abs. 3 S. 1 der Richtlinie bedarf es für die Genehmigung eines schwerst belastenden Tierversuchs aber eines Grundes, bei dem der zu erwartende Nutzen so hoch ist, dass er auch die Zufügung schwerster Schmerzen, Leiden und Ängste rechtfertigt, und darüber hinaus des Vorliegens eines Ausnahmefalls.
Die erwähnte Ausnahme wurde durch den Wortlaut des novellierten Tierschutzgesetzes und der Tierschutz Versuchstier Verordnung (TschVersV) der BRD zur Regel zementiert, die auch Tierversuche der grausamsten Art, bei denen die Schmerzen weder gelindert, noch ausgeschaltet werden, zugelassen.
Auch die Auskünfte deutscher Behörden, dass diese Versuche zwar genehmigt, aber mit Abruchkriterien versehen werden, können nicht darüber hinwegtäuschen, welche Qualen Tiere bei toxikologischen Studien erleiden müssen, bei künstlich herbeigeführten Herzinfarkten am wachen Tier oder Infektionen, die oft mit bis zu 100% Sterberate einhergehen.
Hirnversuche an Affen, Katzen, Mäusen und anderen Tierarten. Bestrahlung mit Todesfolge, Tod durch Abstoßungsreaktion von Transplantaten, metastasierende Tumore, Knochenbrüche, Versagen mehrerer Organe, Xenotransplantationen, Anzüchten von mit schwerem Leid verbundenen genetischen Störungen, z.B. Huntington Krankheit und viele andere Versuche, die für die Tiere unermessliches Leiden bedeuten.
Die BI „Stop Vivisection“ hat bei ihrer Anhörung im Mai 2015 ausreichend dargelegt, dass die RL 2010/63 EU nicht geeignet ist, den Schutz von Tieren in wissenschaftlichen Verfahren zu garantieren, die Anzahl der verbrauchten Tiere signifikant zu senken oder ihre Leiden zu beenden.
Seitdem scheint die EU und die einzelnen Mitgliedsstaaten in dem erklärten Ziel Tierversuche abschaffen zu wollen, keinen Schritt voran gekommen zu sein.
Das liegt unseres Erachtens daran, dass die Kommission den Mitgliedstaaten, bzw. den Lobbyisten der Pharmaindustrie in ihren Forderungen nachgegeben hat und schwammige Vorschriften und Ausnahmegenehmigungen in die RL aufgenommen hat, die dazu geführt haben, dass im Grunde genommen alles beim Alten geblieben ist.
Im Jahr 2005 gab es zur geplanten Revision der RL 86/609/EEC eine repräsentative Studie der EU Kommission, an der 42 635 Personen aus 31 Nationen teilnahmen.
Die Auswertung wurde veröffentlicht „Results of questionnaire for the general public on the revision of Directive 86/609/EEC on the protection of animals used for experimental and other scientific purposes“ und ergab u.a.
Tierversuche sind weder in der Grundlagenforschung noch in den Bereichen Krankheits-/Umweltforschung, Medikamentenentwicklung, Chemikalientestung, Ausbildung und Informationstechnologie akzeptabel.
Der Großteil der Befragten bemängelte, dass die derzeitigen Tierschutzbestimmungen nicht ausreichen und auf politischer Ebene erheblicher Handlungsbedarf besteht. So meinten über 90 Prozent, dass die EU sowie die Regierung im eigenen Land für deutlich mehr Tierschutz sorgen sollten, insbesondere für Affen, Hunde und Katzen. Die überwiegende Mehrheit sprach sich sogar für einen verbesserten Schutz von Mäusen (87 Prozent), Hummern (83%) und Fruchtfliegen (60%) aus.
Wir fordern Sie deshalb auf, die RL 2010/63 EU unverzüglich zu novellieren, insbesondere ein generelles Verbot von Tierversuchen an nichtmenschlichen Primaten, an streunenden und verwilderten Haustieren und den Artikel 55 Abs. 3 ersatzlos zu streichen. Für schwerstbelastende Tierversuche darf es keine Ausnahmegenehmigung geben.
Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Menzel
Gisela Urban
Freitag, 14. Oktober 2016
Die Europäische Bürgerinitiative "Stop Vivisection" und die Überarbeitung der Direktive 2010/63 EU
Deutsche Übersetzung des Artikels von Andre Menache:
The European Citizens’ Stop Vivisection Initiative and the Revision of Directive 2010/63/EU
YATLA 44, 383–390, 2016
Comment
Antidote Europe, Perpignan, France
Key words: animal experiments, Directive 2010/63/EU revision, European Citizens’ Initiative.
Address for correspondence: andre.menache@gmail.com
Zusammenfassung - Tierversuche sind für die Öffentlichkeit als fortdauernde Debatte gegenwärtig mit auf der einen Seite forschenden Wissenschaftlern und der Tierschutzbewegung auf der anderen Seite.
Die Gelegenheit, gegen Tierversuche vorzugehen, präsentierte sich in der Form einer Europäischen Bürgerinitiative, "Stop Vivisection" und der Richtlinie 2010/63 / EU des Europäischen Parlaments und des Rates über den Schutz von Tieren für wissenschaftliche Zwecke. Das Manifest der Initiative forderte von der Europäischen Kommission, diese bestehende Richtlinie zu ersetzen, mit einem neuen Anlauf die Tierversuche abzuschaffen und stattdessen die obligatorische Verwendung von Humandaten als prädiktive Modalität für die Untersuchung von Krankheiten des Menschen und Antworten auf Arzneimittel.
Obwohl es der Initiative gelungen ist, die erforderlichen eine Million Unterschriften zu beschaffen, lehnte die Europäische Kommission schließlich den Vorschlag ab. Allerdings können einige der Lehren aus der Initiative relevant sein, für eine Überarbeitung der Direktive 210/63 EU die 2017 stattfinden wird.
Einführung
Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) ist ein Instrument der Europäischen Union zur teilnehmenden Demokratie, eingeführt durch den Vertrag von Lissabon, mit dem Hauptziel dem Bürger die Teilnahme an der Entwicklung der EU Politik zu ermöglichen. (1) Um sich zu qualifizieren, muss eine EBI die Unterstützung von einer Million EU-Bürger erhalten, die mindestens einem Viertel der Mitgliedstaaten angehören. (2)
Zwischen April 2012 und Juni 2015 wurden insgesamt 51 EBIs offiziell der Europäischen Kommission vorgelegt und 31 davon registriert , aber nur dreien davon ist es gelungen im Parlament angehört zu werden. (3)
Eine von ihnen, die Bürgerinitiative "Stop Vivisection" mit 1.773. 131 validierten, registrierten Unterschriften, wurde am 3. März 2015 bei der EU eingereicht und anschließend im Europäischen Parlament am 11. Mai 2015 angehört.
Das Manifest der Bürgerinitiative "Stop-Vivisection" besagte, dass (4): In Anbetracht klarer ethischer Einwände gegen Tierversuche und solide wissenschaftliche Prinzipien, die das "Tiermodell" ungültig macht für die Vorhersage am Menschen, fordern wir die Europäische Kommission auf, die Richtlinie 2010/63 / EU zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere außer Kraft zu setzen und einen neuen Vorschlag zu präsentieren, die Tierversuche abzuschaffen und stattdessen - in der biomedizinischen und toxikologischen Forschung - die obligatorischen Verwendung von Daten, die direkt relevant für die menschliche Spezies, sind zu verordnen. Die Gesetzgebung in dem genannten Manifest, das heißt, die Richtlinie 2010/63 / EU des Europäischen Parlaments und des Rates über den Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere (5), wurde am 22. September 2010 lt. der Webseite der Europäischen Kommission angenommen (6) Die Richtlinie basiert auf dem Prinzip der Drei Rs, die Verwendung von Tieren für wissenschaftliche Zwecke zu ersetzen, zu reduzieren und zu verfeinern. Der Umfang ist jetzt breiter und umfasst auch Föten von Säugetierarten in ihrem letzten Trimester der Entwicklung und Kopffüßer, sowie die Verwendung von Tieren im Sinne der Grundlagenforschung, Hochschulbildung und Ausbildung. Sie legt Mindeststandards für die Unterbringung und Pflege fest und regelt die Verwendung von Tieren durch ein systematisches Auswertungsprojekt , das unter anderem die Beurteilung von Schmerzen, Leiden, Ängste und dauerhafte Schäden bei den Tieren verursacht. Es erfordert eine regelmäßige risikobasierte Kontrolle und verbessert die Transparenz, durch Maßnahmen wie die Veröffentlichung der nichttechnischen Projektzusammenfassungen und eine rückwirkende Bewertung.
Die Entwicklung, Validierung und Umsetzung alternativer Methoden wird durch Maßnahmen wie die Einrichtung eines Referenzlaboratoriums für die Validierung alternativer Methoden gefördert, unterstützt von Laboratorien in den Mitgliedstaaten und die Mitgliedstaaten sollen dazu alternative Methoden auf nationaler Ebene fördern.
Der vorliegende Kommentar wird zwei Fragen überprüfen:
a) die Untermauerung der Strategie der EBI und b) wie die EBI sich auf die Richtlinie 2010/63 / EU auswirken könnte und deren Überprüfung in 2017.
Die Untermauerung der Strategie der EBI Stop Vivisection
Es war die Untermauerungsstrategie der "Stop Vivisection EBI", die Verwendung von Tiermodellen, im Lichte der evidenzbasierten Wissenschaft und wissenschaftlicher Theorie zu überprüfen. Die Verwendung von Tiermodellen ist das aktuelle Paradigma in der biomedizinischen Forschung (7-10). Tierversuche werden der Öffentlichkeit als eine laufende Debatte zwischen Forschern und der Tierschutzgemeinschaft präsentiert oder alternativ als eine Kosten-Nutzen-Rechnung, wo das Leiden der Tiere gegen den medizinischen Nutzen für Menschen aufgerechnet wird. Beide Ansätze sind problematisch, da das Format der Debatte grundsätzlich asymmetrisch ist. Im ersten Ansatz neigen die Forscher dazu, in Bezug auf den medizinischen Fortschritt zu argumentieren, während Tierschutzgruppen in Bezug auf das Leiden der Tiere argumentieren. Im letzteren Ansatz kann man nicht das Leiden der Tiere und den potenziellen Nutzen für den Menschen mit der gleichen Währung messen. Das Schaden-Nutzen Analyseverfahren bleibt ein "Vergleich zwischen Äpfeln und Orangen", aber Verbesserungen im ethischen Beurteilungsverfahren, wurden als Weg in die Zukunft vorgeschlagen.
(11) Zum Beispiel würde die Aufnahme von Personen mit Fachwissen in tierfreier Forschung in den Überprüfungs-Prozess gerechtere Wettbewerbsbedingungen herstellen als das derzeitige System (12).
Die Gesellschaft hat jedoch das Leiden der Tiere deshalb akzeptiert, weil sie annimmt, dass es zu einem erheblichen Nutzen für die Menschheit führen wird. In den Worten von Giles (13):
In der umstrittenen Welt der Tierforschung ist es eine Frage der Zeit und eine Frage, wie nützlich sind Tierversuche, als eine Möglichkeit für Studien von medizinischen Behandlungen beim Menschen?
Das Thema ist von entscheidender Bedeutung, weil die öffentliche Meinung nur hinter der Tierforschung steht, wenn sie von entscheidender Bedeutung dafür ist, bessere Medikamente für Menschen zu entwickeln. Folglich beharren Wissenschaftler darauf, das Tierversuche für sichere klinische Prozesse notwendig sind, während Tierschutzaktivisten vehement behaupten,, dass sie nutzlos sind.
Die Tiere werden in der Wissenschaft auch in einer Weise verwendet, die mit ihrer Verwendung als vorrausagende Modelle nichts gemeinsam haben. Beispiele umfassen die Verwendung von tierischen Herzklappen oder die Bereitstellung von Tieren als Bioreaktoren um monoklonale Antikörper zu produzieren, wofür das es schon einen gültigen und alternativen Ersatz gibt (menschliche Herzklappen und so genanntes Phage-Display).
Bedeutungsmäßig gibt es jedoch keine Alternative zu einem Prozess der unwirksam ist.
Ein Paradigma, das nicht wirksam oder funktional ist, sollte aufgegeben werden und sollte nicht allein wegen der Tradition weiterverfolgt werden. Die Miasma Theorie der Krankheiten wurde aufgegeben, als es noch den Aderlass gab, trotz der Tatsache, dass der Aderlass Krankheiten heilte für die wir heute noch keine Heilung haben.
Daher liegt der Schwerpunkt der "Stop-Vivisection" EBI auf der Notwendigkeit für die prädiktive Modellierung auf der Basis menschlicher Daten. Obwohl die Richtlinie 2010/63 / EU in erster Linie besorgt ist, die drei RS anzuwenden (Replacement, Reduction, Refinement), sei darauf hingewiesen, dass die Richtlinie eindeutig die Verwendung von Tieren als Modelle für die Prüfung von Produkten anerkennt, die für Menschen bestimmt sind. Genauer gesagt, Absatz 3 der Richtlinie verweist auf die Direktive 1999/575 / EG Abschluss des Europäischen Übereinkommens zum Schutz der für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendeten Wirbeltiere durch die Gemeinschaft (14).
In der Direktive 1999/575 / EG heißt es u.a.: Die Bestimmungen der genannten Richtlinie und des Übereinkommens, die die Bedingungen der Produktion und das Inverkehrbringen von Produkten und Substanzen auf den Markt beeinflussen, beinhaltet Tierexperimente. Es ist daher angebracht diese Bestimmungen die zur Errichtung und des Funktionierens des Binnenmarktes dienen, in Augenschein zu nehmen, denn deren Abschluss bildet eines der wichtigsten Ziele der Gemeinschaft. (15).
Richtlinie 2010/63 / EU ist die übergeordnete Gesetzgebung für den Schutz von Tieren, die für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden, während die spezifische Gesetzgebung sich auf verschiedene Sektoren erstreckt, in denen Tiere als Testobjekte verwendet werden (zum Beispiel in der der Biozid-Produkte-Verordnung 528/2012 / EU, die REACH Verordnung 1907/2006 / EG und die Richtlinie 2003/63 / EG für Medizinprodukte zur Anwendung beim Menschen ).
Paragraph 4.2.2 der Richtlinie 2003/63 / EG, über Medizinprodukte für den menschlichen Gebrauch besagt: Das pharmakokinetische Programm wird den Vergleich und die Extrapolation (Hochrechnung) zwischen Tier und Mensch ermöglichen.
Ziffer 4.2.3 bezieht sich auf die Einzeldosis und die Toxizität bei wiederholter Verabreichung.
In der Kategorie der Reproduktionstoxizität wird auf die Verwendung von zwei Tierarten abgezielt:
Die Embryo / fetale Toxizität wird normalerweise an zwei Säugetierarten durchgeführt , von denen eine ein Nagetier sein sollte (16).
Daher war die Gesamtstrategie der " Stop-Vivisection" EBI, diese Theorie in Frage zu stellen, die der Richtlinie 2010/63 / EU anhaftete - dass das Ergebnis der Verwendung von Tiermodellen als Mittel zur Vorhersage bezüglich Arzneimitteln, Industriechemikalien und Krankheiten für den Menschen gelten würde. Die aktuelle Verwendung von Tiermodellen, ist auf der Vorstellung gegründet, dass eine Spezies einen prädiktiven Wert für eine andere hat. Diese Annahme stammt aus dem 19. Jahrhundert, als Spezies auf der Ebene der biologischen Organisation untersucht wurden, ähnlich der Gross-Morphologie (17).
Derzeit werden verschiedene Tiermodelle verwendet, um festzustellen, wie sich eine Störung, wie ein Arzneimittel oder eine Krankheit des Menschen auf höheren Organisationsebenen auswirkt. Greek et al. Ausführlich.. (18-28).
Es ist seit langem bekannt, dass die Mechanismen der Toxizität zwischen den Spezies häufig sehr unterschiedlich sind und doch bleibt der Tierversuch aus historischen Gründen der "Goldstandard". Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) und andere Aufsichtsbehörden, die den Prozess der Alternativen zu Tierversuchen bewerten, mit dem Ziel der Entwicklung von Modellen die wirklich aussagekräftig für die menschlichen Mechanismen der Toxizität und für die Begrenzung der in-vivo Toxikologie Tests (29)sind.
Die EBI hat vorgeschlagen, dass die Richtlinie mit Vorschriften ersetzt wird, die aktuellen evidenzbasierten wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Tatsächlich heißt es in dem Einleitungssatz des § 39 der Richtlinie: Es ist absolut notwendig, sowohl aus moralischen, als auch aus wissenschaftlichen Gründen, sicherzustellen, dass jede Verwendung eines Tieres sorgfältig auf die wissenschaftliche oder lehrmäßige Stichhaltigkeit, die Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit(Brauchbarkeit) und Relevanz des erwarteten Ergebnisses(Folge) dieses Gebrauches zu überprüfen. (5).
Am 11. Mai 2015 fand die offizielle Anhörung der "Stop-Vivisection" EBI im Europäischen Parlament in Brüssel statt. Vorträge wurden von drei Vertretern der EBI gehalten: Gianni Tamino, Professor für Biologie und Bioethik an der Universität Padua, Italien; Claude Reiss, Physiker und Zellbiologe und Präsident einer Non-Profit-NGO (Antidote Europe); und Andre Menache, Tierarzt und Direktor von Antidote Europe (30). Zusätzlich zu den Vorträgen, wurde der EU ein 107-seitiges Dossier vorgelegt. (31).
Das Dossier enthielt 10 Vorschläge, um Tierversuche allmählich einzustellen und die Anwendung validierter tierfreier Verfahren zu beschleunigen.
Die EBI forderte auch die Validierung der Verwendung von Tiermodell um menschliche Reaktionen in Bezug auf Arzneimitteltests und als Krankheitsmodelle vorhersagen. Schließlich hat das Dossier den Einfluss auf die öffentliche Gesundheit und die Umwelt der EU Verfahrensweisen untersucht, die auf der Grundlage von Sicherheitsdaten durch Tierversuche geführt werden (zum Beispiel der Biozid-Produkte-Verordnung 528/2012 / EU, die REACH-Verordnung 1907/2006 / EG und die Richtlinie 2003/63 / EG in Bezug auf Arzneimittel für den menschlichen Gebrauch).
Die "Stop Vivisction" EBI hat ihre Argumente durch empirische Beweise, der Komplexitätstheorie und der Evolutionsbiologie abgeleitet, um die Gültigkeit(Stichhaltigkeit) des Gebrauches von Tiermodellen zu bestreiten. Empirisch können Tierdaten auf der Grundlage der Empfindlichkeit und Genauigkeit bewertet werden, besonders im Feld der Durchführungstoxikologie. (27). Sowohl in vitro als auch in vivo Daten deuten darauf hin, dass Tiere das menschliche Ergebnis und umgekehrt (vice versa) nicht voraussagen: mehrere Studien, einschließlich systematischer ezensionen(Überprüfungen), haben gezeigt, dass Tierdaten menschliche Ergebnisse nur ungefähr zur Hälfte vorausgesagt haben (32-35). Huang et al. (36) hat beobachtet, dass die menschliche in-vitro-Daten-Zelllinie nicht vorhersehbar war, im Vergleich zu Tiertoxizitätsdaten im Rahmen des Tox21 10K-Programm und durch die Verwendung des quantitativen Hochdurchsatz -Screening.
In Bezug auf die Anzahl der Tiere ist die Kategorie "biologische Untersuchungen von grundsätzlicher Natur", verantwortlich für den größten Einsatz von Tieren in der EU (46,1%; 37);
und dient dazu, für die weitere Finanzierung der Grundlagenforschung mit Tieren, erhebliche finanzielle Unterstützung zu erhalten. Zwischen 2007 und 2013 hatte das 7. Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (RP7) ein Gesamtbudget von über 50.000.000.000 € (50 Milliarden) zur Verfügung (38).
Derzeit ist Horizont 2020 das größte EU-Forschungs- und Innovationsprogramm aller Zeiten, mit fast 80.000.000.000 € (80 Milliarden) zur Verfügung stehender Mittel, mehr als zuvor in den sieben Jahren 2014 bis 2020 und "verspricht mehr Durchbrüche, Entdeckungen und Welt-Premieren von großen Ideen aus dem Labor, für den Markt. (39).
Die Überarbeitung der Richtlinie 2010/63 / EU, die für 2017 geplant ist, ist eine gute Gelegenheit, die Behauptungen von (medizinischen) Durchbrüchen und Entdeckungen zu bewerten, die grundlegenden (elementaren) Tierforschungsstudien, in Bezug auf die Übertragbarkeit in klinisch nützliche Behandlungen zugeschrieben wird. Um die frühere Aussage von Giles zu paraphrasieren (13), ist die Frage entscheidend, ob die Gesellschaft Tierforschung nur toleriert, wenn sie hilft, bessere Behandlungsmethoden zu entwickeln - und doch bestehen in diesem Bereich nur wenige wissenschaftliche Überprüfungen.
Eine Übersicht, geleitet durch Contopoulos Ioannidis et al. (40), untersuchte die Translationsrate von 25.000 "vielversprechenden" veröffentlichten Artikeln zum Thema Grundlagenforschung, in führenden wissenschaftlichen Zeitschriften zwischen 1979 und 1983. Crowley (41), analysierte die Ergebnisse dieser Übersicht und deutete an, dass die Übertragungsrate der Grundlagenforschung in der klinischen Anwendung sehr niedrig ist, in diesem Fall 0,004%. Ioannidis kam zu dem Schluss, dass:
Evidenzbasierte Medizin scheint nicht in die grundlegende(elementare) und vorklinische Wissenschaft eingedrungen zu sein, indessen wird Grundlagen- und Vorklinische Forschung häufig in einem klinischen und methodischen Vakuum durchgeführt.
Die niedrige Rate der Übertragung von Ergebnissen in Tiermodellen in klinische Anwendungen wird durch unser aktuelles Verständnis der Evolutions- und Systhembiologie unterstrichen. Zum Beispiel berichteten Seok u. a. (43) dass Mausmodelle sehr armselig menschliche entzündliche Krankheiten immitieren und eine nur zufällige Ähnlichkeit zwischen der genomischen Antwort von Mauszellen auf Entzündungen und ihren menschlichen Genkollegen beobachtet haben.
Mestas und Hughes (44) haben auf wichtige Artenunterschiede in den Immunsystemen von Mäusen und Menschen (45) hingewiesen, während Yue u. a. diese Artenunterschiede in Bezug auf die artenspezifische Genregulierung erklärt(45). Solche Artenunterschiede erstrecken sich auch auf den Gebrauch von nichtmenschlichen Primaten (46, 47). Außerdem hat die Existenz von Polymorphisms innerhalb der Arten (Polymorphismus = Auftreten mehrerer Genvarianten innerhalb einer Population) und nicht zuletzt in Menschen, Implikationen für die vorklinische Einschätzung von neuen Arzneimittelkandidaten.(48, 49)
Abschließend sei gesagt, obwohl sich menschliche und nichtmenschliche Säugetiersysteme konservierte Prozesse auf niedrigen Ebenen teilen mögen oder Module der biologischen Organisation (zum Beispiel Hox Gene), so sind solche Module für die Interspezies -Hochrechnung unzureichend, wenn man sie auf höheren Ebenen der Organisation, wie beispielsweise in Körpersystemen (50) untersucht . Entwickelte komplexe Systeme sind viel mehr als die Summe ihrer Teile und sind nicht auf die gleiche Art zugänglich wie es einfache Systeme sind (51). Es ist sehr gut bekannt, dass komplexe Systeme Eigenschaften entwickeln, die hervorkommen und zeigen, dass eine Hochrechnung zwischen verschiedenen Tierarten praktisch unmöglich ist. (27). Nach Koch, sind solche Systeme (beispielsweise das Säugetier-Immunsystem) charakterisiert durch "eine große Anzahl von sehr heterogenen Komponenten, wie Gene, Proteine oder Zellen." Diese Komponenten interagieren kausal, in vielfältiger Weise, in einem sehr großen Spektrum der Raumzeit , von Nanometern bis zu Metern und von Mikro - Sekunden bis Jahren "(52).
In den USA kündigte das National Institutes of Health (NIH), die größte biomedizinische Forschungseinrichtung der Welt, vor kurzem an, dass es die biomedizinische Forschung an Schimpansen" nicht mehr finanzieren wird (53). Die NIH Ankündigung kommt als Reaktion auf einen wissenschaftlichen Bericht des US Institute of Medicine (IOM), 2011 in Auftrag gegeben, in dem die IOM zugab, nicht einen einzigen Bereich zu finden, wo Schimpansen für die Erforschung von Krankheiten wesentlich sind (54).
Wenn das NIH bereit ist, das "beste Tiermodell " das zur Verfügung steht aufzugeben, welche Auswirkungen hat die Forschungsfinanzierung wo die verwendeten Tierarten evolutionär noch weiter entfernt vom Menschen sind, einschließlich anderer Primaten, Hunde, Ratten, Mäuse, Zebrabärblinge und Finken?
War die "Stop Vivisection" EBI als eine Übung in Partizipatorischer Demokratie erfolgreich?
Die Sitzung vom 11. Mai 2015 vor dem Europäischen Parlament war eine Gelegenheit für die Organisatoren der EBI, ihren Fall zu präsentieren. Die Anhörung wurde unter der Schirmherrschaft von vier parlamentarischen Ausschüssen ((Agriculture and Rural Development, AGRI; Environment, Public Health and Food Safety, ENVI; Industry, Research and Energy, ITRE; and the Committee on Petitions, PETI) organisiert. Einleitende Bemerkungen wurden von dem EU-Vizepräsident Jyrki Katainen und dem ENVI Generaldirektor Karl Falkenberg gemacht, gefolgt von drei Diskussionsrunden. Jede Runde begann mit einer Repräsentation von einem von drei Experten, ernannt von der AGRI: Ray Greek, Präsident der Americans for Medical Advancement (afma-curedisease.org); Francoise Barre-Sinoussi, Gewinnerin des Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2008, die im Namen der Europäischen Vereinigung der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (efpia.eu)sprach; und Emily McIvor von der Humane Society International (hsi.org/world/europe).
Greek und McIvor sprachen sich für die EBI aus, während Barre-Sinoussi dagegen sprach.
Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen EBI Anhörungen (Right2Water und One of Us), wurde die "Stop Vivisection" EBI Debatte, mit Sprechern für oder gegen uns organisiert. Im Endergebnis der organisierten Debatte erhielten die Organisatoren der "Stop Vivisection" EBI während der dreieinhalbstündigen Anhörung zusammen nur 34 Minuten Sprechzeit.
Das gesamte Verfahren ist auf der offiziellen Website der EU zu sehen: http://www.europarl.europa.eu/news/en/news-room/20150507IPR53142/AGRI-ENVI-ITREPETI-
11052015-15.00-18.30).
Weitere Nachteile der EBI waren rechtliche Auflagen und bürokratische Hürden. So wurden beispielsweise fast die Hälfte der vorgeschlagenen EBIs für unzulässig erklärt, auf Grund der engen rechtlichen Interpretationen, weil viele Bürger durch übermäßige Personalangaben-Voraussetzungen einiger EU Mitgliedsstaaten am Unterschreiben gehindert wurden. Ein Mangel jeglichen Einflusses auf die EU-Gesetzgebung, wie die drei ersten 'erfolgreichen' EBIs demonstriert haben, deutet auf einen Mangel an Transparenz und Verantwortlichkeit seitens der EU hin. Aufrufe nach Verbesserung haben darauf gezielt, die Registrierungsvoraussetzungen zu vereinfachen und drängt die EU, auf erfolgreiche EBIs mit konkreten Handlungen einschließlich Gesetzesvorschlägen zu antworten, sind von der funktionierenden Kampagnengruppe “For a European Citizen" vorgebracht worden” (55).
Obwohl die EU die" Stop Vivisection " EBI schließlich abgelehnt hat, darunter alle zehn Vorschläge, die in den Unterlagen enthalten waren und am 11 .Mai 2015 eingereicht wurden, erzeugte die Parlamentarische Anhörung lebhafte öffentliche Debatten, zusätzlich zu der breiten Berichterstattung in den Medien (56-63).
Michael Balls, ein ehemaliger Direktor von ECVAM hat das zur Kenntnis genommen:
Die Bürgerinitiative hebt zwei wichtige Punkte hervor: viele Tiermodelle sind nicht gültig für die Vorhersage menschlicher Reaktionen und die biomedizinische Forschung und Prüfung, braucht verzweifelt Tests, die unmittelbar für die menschliche Spezies relevant sind. (64) Die "Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals" des Europäischen Parlamentes kommentierte:
Eine EU-Strategie ist notwendig, um Innovation und die Aufnahme der humanen modernsten Methoden zu fördern.
Das sollte auch zu einer Paradigmenverschiebung beitragen, um aufzuhören auf den Gebrauch von Tieren als eine "goldene Regel" zu vertrauen und anzuerkennen, dass das Vorrücken des medizinischen Fortschritts, der Forschung und der Innovation mit Methoden möglich ist, die nicht auf Tierexperimente (65) baut.
In der am 3. Juni 2015 offiziell herausgegebenen Pressemitteilung der EU rechtfertigte Vizepräsident Jyrki Katainen die Entscheidung der Kommission, in dem er sagte: Die "Stop Vivisection" Bürgerinitiative ist in einer Zeit des Übergangs gekommen - dank großen technologischen Fortschritten, wurde in Europa die Verwendung der Tierversuche verringert. Allerdings wäre ein vollständiges Verbot von Tierversuchen in der EU verfrüht und es bestünde die Gefahr, die biomedizinische Forschung aus Europa zu vertreiben. (66).
Laut der EU ist die Richtlinie noch nicht lange genug in Kraft, um Rückschlüsse auf ihre Wirksamkeit zu ziehen. Die Kommission plant sie im Jahr 2017 zu überprüfen und die Verfügbarkeit alternativer Ansätze zu betonen. Darüber hinaus verlangt die Richtlinie einen Umsetzungsbericht im Jahr 2019. Diese Berichte werden die erste Schätzung sein, um den Erfolg der Ziele der Richtlinie zu überprüfen (66). Der Revisionsprozess (wie oben von der EG beschrieben) scheint die Dringlichkeit der Anpassung der bestehenden Rechtsvorschriften in Einklang mit der aktuellen evidenzbasierten Wissenschaft zu ignorieren. Tierbasierte Forschung ist für die wissenschaftliche Überprüfung, seit ihrer Gründung weitgehend immun geblieben; in der Tat wurden die meisten Tierversuche nie einer formellen Validierung unterzogen.
In den Worten eines ehemaligen Beamten der FDA: Die meisten der Tierversuche, die wir akzeptieren, wurden nie validiert. Sie entwickelten sich in den letzten 20 Jahren und die FDA hat es bequem mit ihnen (persönliche Mitteilung von Anita O'Connor, von der FDA "Office of Science" 1998). Darüber hinaus wurden Tierversuche nur selten Meta-Analysen und systematischen Überprüfungen unterzogen. Systematische Rezensionen(Überprüfungen) von Tierversuchen demonstrieren ein armseliges menschliches, klinisches und toxikologisches Dienstprogramm (19, 67). Es gab auch Aufrufe für einen formellen Nichtgültigkeitsprozess, weil "viele derzeit anerkannte Tierversuche und Versuchstierkandidaten- und non- animal -tests" nie den vereinbarten Kriterien für die Notwendigkeit der Testentwicklung, der Prä-Validierung, der Validierung und Akzeptanz " liefern konnten und es auch nie liefern werden (68).
Schlussfolgerung
Die Überarbeitung der Richtlinie 2010/63 / EU ist eine neue Chance, kritisch die Gültigkeit der Verwendung von Tiermodellen im Licht der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu untersuchen. Die redaktionelle Ansicht, die kürzlich im British Medical Journal veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Beitrag zur Debatte: "Wie prädiktiv und produktiv ist Tierforschung ?" (69) und "basiert die Tierforschung auf ausreichenden Beweisen, um ein Eckpfeiler der biomedizinischen Forschung zu sein?" (70). Die Überarbeitung der Richtlinie ist auch eine passende Zeit, um das Beweiskonzept und die Frage wo die Beweislast liegt, in der Wissenschaft zu diskutieren. "Wie beim Gesetz liegt es bei dem Antragsteller (Anzeigenerstatter). Die Nullhypothese verlangt, dass wir annehmen, dass es keine Verbindung zwischen den Ereignissen gibt, bis die Ursache nachgewiesen wird. Somit sind es diejenigen die behaupten, das Tiermodelle zur Vorhersage der menschlichen Reaktionen im Zusammenhang mit der biomedizinischen Forschung tauglich sind, zeigen müssen, dass das, was sie behaupten wahr ist "(28).
Die "Stop Vivisection" EBI wurde als eine Win-Win-Übung angedacht, in der das unnötige Leiden der Tiere, durch evidenzbasierte Wissenschaft zum Nutzen des Menschen, ersetzt wird.
Bei der öffentlichen Anhörung am 11. Mai 2015 wurde die Position der "Stop Vivisection" EBI so zusammengefasst: "Die größte Herausforderung für die Europäische Bürgerinitiative ist nicht die Wissenschaft, es ist die Kommunikation.
Die Idee hinter der EBI war das Niveau der Debatte vom einfachen Tierschutzgedanken auf die Frage der "Gültigkeit des Tiermodells" zu erhöhen und was wir heute getan haben, ist eine sehr oberflächliche Berührung mit der Wissenschaft.
Und worum wir die Europäische Kommission bitten möchten, ist eine wissenschaftliche, öffentliche Debatte zu organisieren, ähnlich einer Jury, ( nicht wo die Experten nur 10 Minuten Zeit haben, sondern wo wir 3 oder 4 oder 5 Tage haben) um die Fragen wissenschaftlich, mit Experten beider Seiten, zu erörtern .
Wenn wir dies nicht tun, wenn wir nicht eine ernsthafte wissenschaftliche Diskussion abhalten, lassen wir die 1,17 Millionen Menschen die die EBI unterzeichnet haben zurück, lassen wir die Tiere zurück und lassen wir Patienten zurück, die Heilung durch eine personenorientierte Medizin wollen und keine Tierversuche. (71).
Ende
Meeting mit Andre Menache und Gisela Urban in Brüssel
Bei der Verhandlung der Europäischen Bürgerinitiative "Stop Vivisection" in Brüssel. Gisela Urban und Prof. Claude Reiss, u.a..
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Neue Wege gehen - Tierrechte juristisch einfordern
Wussten Sie, dass Sie als Bürger keinerlei juristische Rechte haben, um Tiere zu schützen?
In Bundesländern die kein Informationsfreiheitsgesetz haben, werden unsere Anfragen meistens grundsätzlich nicht beantwortet. Denn uns allen fehlt etwas Wesentliches.
Die Verletzteneigenschaft.
Vielleicht ist es Ihnen schon ebenso ergangen?
Egal auf welche Missstände Sie stoßen, ob in der Massentierhaltung oder in Versuchslabors oder in Ihrer Nachbarschaft. Sie selbst wurden nicht verletzt. Sie sind nicht persönlich geschädigt oder betroffen.
Obwohl das so nicht stimmt! Denn gewöhnlich geraten Tierfreunde und Menschen mit Empathie und Mitgefühl in einen inneren Aufruhr, wenn Sie Zeuge von Tierquälerei werden oder auch nur davon erfahren.
Sie können sich nun an die Behörden wenden. Erster Ansprechpartner sind hier die Veterinärämter, denn sie wurden vom Staat eingesetzt, um die Rechte der Tiere zu bewahren und durchzusetzen.
Was ist aber, wenn diese ihrer Garantenpflicht nicht nachkommen?
Sie können Anzeige erstatten.
Was ist aber, wenn die Staatsanwaltschaft die Anzeige nicht verfolgt oder wegen mangelndem öffentlichen Interesse fallen lässt?
Sie können Beschwerden einreichen. Sie können eine Petition starten. Aber sie können die Rechte der Tiere nicht einklagen.
Weil Ihnen die Verletzteneigenschaft fehlt.
Während dieser ganzen Zeit, leiden und sterben die Tiere weiter.
Einige deutsche Bundesländer haben inzwischen das Verbandsklagerecht eingeführt. Hier können ernannte Tierschutzorganisationen und Vereine im Sinne des Tierschutzes als "Anwälte der Tiere" den Klageweg beschreiten.
Uns anderen, sind hier die Hände gebunden.
Wir finden, dass sich an dieser Situation dringend etwas ändern muss!
Denn die Behörden und die Politik sind massiv von Lobbyverbänden beeinflusst, so dass der Tierschutz oder gar Tierrechte immer noch einen geringen Stellenwert haben und weit hinter wirtschaftlichen Interessen zurückstehen.
Diese Situation finden wir nicht nur in Deutschland vor, sondern auch in der gesamten Europäischen Union, wahrscheinlich sogar weltweit.
Damit sich daran grundlegend etwas ändert, wollen wir, neben dem Protest und der Aufklärung, andere Wege beschreiten.
Wir haben einige Aktionen gestartet, um die Behörden zu zwingen, die Geheimhaltung der Versuchstierindustrie zu durchbrechen.
Wir haben Anzeigen erstattet, gegen Behörden die Tierversuche über Jahrzehnte genehmigen, ohne die Tierschutzgesetze zu berücksichtigen.
Wir haben eine EU Petition gestartet, um die Tierversuche für REACH zu stoppen und sind insgesamt viermal nach Brüssel und einmal nach Berlin gereist.
Unsere Petition, gegen die Tierversuche für REACH, wurde am 16.4. 2015 vor dem Petitionsausschuss in Brüssel erneut verhandelt und ist nun leider geschlossen worden.
Ebenso scheiterte der Vorstoß der Europäischen Bürgerinitiative "Stop Vivisection", alle Tierversuche in einem stufenweisen Programm bis 2020 zu beenden.
Als Begründung hieß es :
" Die Kommission begrüßt die Mobilisierung der Bürger für den Tierschutz. Die Bürgerinitiative bietet die Gelegenheit, kritisch zu überprüfen, wie die EU ihre Anstrengungen noch forcieren kann, auf Tierversuche in der Forschung und in den Prüfmethoden zu verzichten.
Die Kommission unterstreicht, dass Tierversuche in Europa für den Gesundheitsschutz von Mensch und Tier sowie für den Schutz der Umwelt nach wie vor wichtig sind. Die Richtlinie 2010/63/EU ist auf EU-Ebene für den Schutz der noch benötigten Tiere unverzichtbar, wenngleich weiter an dem Ziel gearbeitet wird, letztlich ganz und gar auf Tierversuche zu verzichten."
Allen Beteuerungen zum Trotz, man wolle irgendwann einmal auf Tierversuche verzichten, steigen die Tierversuchszahlen unaufhörlich an.
In den Instituten der Pharmaindustrie, an den Universitäten und nicht zuletzt den Auftragslabors, die um des Profites willen jährlich Millionen Primaten, Hunde und Katzen, Vögel, sog. Nutztiere und Nagetiere vergiften und verstümmeln.
Wer würde sich, wenn es um sein Leben geht, auf ein Produkt verlassen wollen, von dem bekannt ist, dass es eine 95 prozentige Fehlerquote aufweist?
Oder, wer würde in ein Geschäft investieren wollen, das zu 95 Prozent Schrott produziert?
Genauso ist es, wenn wir Arzneimitteln vertrauen, die jahrelang im Tierversuch getestet wurden.
Nach neuesten Studien versagen 95 Prozent der Mittel bei der Erprobung am Menschen und kommen niemals auf den Markt, nachdem jahrelang an Tieren geforscht wurde.
Von den 5 Prozent der Arzneimittel, die dann zugelassen werden, werden zwischen 20 und 50 Prozent wieder vom Markt genommen oder müssen mit Warnhinweisen versehen werden.
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/wissenschaftliche-studien/1924-medikamenten-durchfallquote-gestiegen-95
Allein in Deutschland, sollen jährlich 58 000 Menschen an den Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten sterben.
Wenn in einer Großstadt in China 5 Personen an einer (Vogel) Grippe erkranken, fällt es gleich auf und es bricht eine weltweite Panik aus.
58 000 Menschen, die in Deutschland völlig unnötigerweise sterben, regen scheinbar niemanden auf.
Die Warnungen von Wissenschaftlern, dass etwa 100 000 Chemikalien in unserer Umwelt nicht wieder gut zu machende Schäden anrichten und unsere Gesundheit nachhaltig schädigen, werden ignoriert und überhört.
Aber das betrifft uns alle. Warum nehmen wir das so teilnahmslos hin?
Warum werden Milliarden Euros in eine veraltete Wissenschaft gepumpt ? Wer profitiert davon?
Wir haben bei unserer neuen Petition diesmal den Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier in den Vordergrund gerückt, weil das bei Ablehnung der Petition den Weg zum Europäischen Gerichtshof vereinfacht, denn der Tierschutz ist im EU Recht nicht verankert, wohl aber der Schutz der menschlichen Gesundheit und das Recht in einer intakten Umwelt zu leben. Wir wollen diesmal, falls unsere Petition abgelehnt wird, beim Europäischen Gerichtshof Klage einreichen.
Aber dazu brauchen wir diesmal Hilfe. Deshalb hat der Verein "Tierfreunde ohne Grenzen" eine Spendenaktion bei "Betterplace" gestartet. Auch kleine Spenden sind herzlich willkommen.
https://www.betterplace.org/de/projects/27116-tierversuche-stoppen-tierrechte-einfordern
Oder schaut euch einmal auf dieser Facebookseite um. Vielleicht möchtet ihr etwas zugunsten unserer Tierrechtsarbeit versteigern oder ersteigern?
https://www.facebook.com/groups/1031138696902486/?pnref=lhc
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Sonntag, 7. Juni 2015
Pressemitteilung von "Stop Vivisection" - Negativer Bescheid der EU Kommission
STOP VIVISECTION RESSEMITTEILUNG vom 05.06.2015
Eine enttäuschende Stellungnahme
Die offizielle Stellungnahme der Europäischen Kommission vom 3.6.2015 ist eine unangenehme Überraschung und große Enttäuschung für die knapp 1,2 Millionen Bürger Europas, die die Europäische Bürgerinitiative (EBI) « STOP VIVISECTION » unterzeichnet haben.
http://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/initiatives/finalised/answered
Die Europäische Kommission ignoriert darin geflissentlich jede einzelne der 10 Forderungen der EBI (http://www.stopvivisection.eu/sites/default/files/dossier_-11_may_2015.pdf), welche die Ziele dieser entscheidenden wissenschaftlichen, politischen, ökonomischen und ethischen Kampagne zusammenfassen, der sich eine signifikante Menge Europäer angeschlossen haben und die von der EU Kommission als EBI anerkannt wurde.
Wir, die Treiber der Europäischen Bürgerinitiative Stop Vivisection haben unsere Bereitschaft zu einem offenen politischen Dialog mit den Europäischen Behörden gezeigt, indem wir eine wissenschaftlich fundierte Dokumentationsgrundlage vorgelegt und die Kommission gebeten haben, spezifische Antworten auf unsere zehn Vorschläge zu geben. Keines unserer legitimen Anliegen wurde positiv beschieden.
Wir meinen, dass knapp 1,2 Millionen Bürger und drei Jahre intensiver Kampagnenarbeit etwas besseres Verdienen als eine oberflächliche Standardantwort. Die Kernaussage der Kommission, sie verfolge wie wir das Ziel, Tierversuche abzuschaffen, ist kaum zu glauben.
Die Kommission verlässt sich weiter auf das veraltete Prinzip der 3Rs (Reduction, Refinement, Replacement) und betont die ethischen Aspekte der Diskussion während sie den vorgebrachten wissenschaftlichen Argumente gegen Tierversuche ausweicht. Dies ist klar zu sehen bei der Haltung zum Thema der geforderten wissenschaftlichen Konferenz zur Wirksamkeit der Tierversuche.
Die Kommission ignoriert darin unsere Forderung nach einer künftigen wissenschaftlichen Debatte, die Experten von Seiten der Befürworter und Kritiker der Tierversuche öffentlich vor der allgemeinen Bevölkerung, den Medien und der internationalen Wissenschaft zusammenbringen sollte. Stattdessen beabsichtigt die Kommission nun, eine Konferenz über die Entwicklung alternativer Forschungsmethoden abzuhalten. Das Kernproblem bei diesem Ansatz besteht darin, dass es vermeidet, sich der Frage nach der wissenschaftlichen Validität von Tiermodellen zu stellen.
Dieses Ergebnis zeigt einen Mangel an Demokratie auf der europäischen politischen Bühne, und ein eklatantes fehlendes Verständnis für die gemeinschaftlichen Interessen und Erwartungen im Gegensatz zu Partikularinteressen. Mit einer Anfrage durch einen Europa-Abgeordneten oder eine Petition an das Parlament hätten wir eine vergleichbare Antwort erhalten können.
Uns Bürgern wurde versichert, dass wir mit einer Europäischen Bürgerinitiative direkten Einfluss auf die Entwicklung der EU-Politik nehmen können. Die aktuellen Ereignisse zeigen ebenso wie die Erfahrungen anderer EBIs, dass die versprochene Beteiligung eine pure Illusion ist. Daher werden wir in den nächsten Wochen eine Beschwerde beim Europäischen Ombudsman einreichen, bei der wir die Verletzung auf Anhörungsrechte der EU-Bürger thematisieren sowie das Versäumnis, ihnen gut informierte, respektvolle Antworten auf ihre Fragen zu geben. Wir werden gleichsam das Europa-Parlament involvieren im Hinblick auf die Verteidigung einer demokratischen Debatte zwischen Bürgern und Institutionen als einen fundamentalen Wert der zivilen und politischen Koexistenz.
Dennoch kann STOP VIVISECTION den großen Hindernissen zum trotz einige grundlegende Ergebnisse vorweisen :
* Den knapp 1,2 Millionen EU-Bürger, die die EBI unterzeichnet haben, ist nun bewusst, dass es neben der ethischen Argumentation gegen Tierversuche auch wichtige wissenschaftliche Argumente gibt
* Anlässlich der öffentlichen Anhörung vor dem EU-Parlament wurden auch die anwesenden EU-Abgeordneten mit Informationen konfrontiert
Die Organisatoren von STOP VIVISECTION halten es für unverzichtbar, dass die öffentliche Meinung in der Debatte über die Art, Umfang, Umsetzung und Revision der Direktive 2010/63/EU einbezogen wird, wenn sie 2017 offiziell überprüft wird. In den kommenden Monaten und Jahren werden STOP VIVISECTION und seine Unterstützer, darunter auch zahlreiche Vereine und Verbände, keine neutralen Beobachter sein. Wir danken allen, die STOP VIVISECTION bis hierher begleitet und unterstützt haben und ebenso denen, die künftig an unserer Seite stehen werden.
Fabrizia Pratesi : 0039 - 335 - 8444949
Andre Menache : 0044-7906-446889
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Samstag, 23. Mai 2015
Stop Vivisection Anhörung in Brüssel: Ein bedeutender Konsens
Presseerklärung von "Stop Vivisection" vom 12.Mai 2015
STOP VIVISECTION Audition in Brussels: a significant Consensus
Sinngemässe deutsche Übersetzung. Im Orginal nachzulesen auf der Seite: http://stopvivisection.eu/de/content/press-releases
Stop Vivisection Anhörung in Brüssel: Ein bedeutender Konsens
Die überaus erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative (ECI) "STOP Vivisektion" erreichte am Montag, den 11. Mai einen wichtigen Meilenstein, wie Hunderte von Bürgern, die die öffentliche Anhörung im EU-Parlament in Brüssel besuchten, erlebt haben.
EINE ERSTE ANHÖRUNG (hinter verschlossenen Türen) in den Büros der Europäischen Kommission, die von Vizepräsident Jyrki Katainen, Generaldirektor der GD Umwelt Karl Falkenberg und einigen anderen Führungskräften der Kommission vertreten wurde, drückte einen gemeinsamen Konsens über die Ziele von "Stop Vivisection" aus (das Ende der Tierversuche).
Die ECI Organisatoren wurden von Professor Gianni Tamino, Dr. Andre Menache, Adriano Varrica, Vanna Brocca, Fabrizia Pratesi und Flavien Deltort vertreten. Trotz einiger Unterschiede in Bezug auf eine bestimmte Zeitachse in der Erreichung dieses Ziels, durchdrang eine Atmosphäre des Wohlwollens dieses historischen Treffen, das die Aufmerksamkeit der Leiter der europäischen Entscheidungsträger auf die Frage der Tierversuche lenkte.
Die Promotoren von STOP-Vivisektion schlugen eine Übergangszeit von fünf Jahren vor, die ihren Höhepunkt in der völligen Abschaffung der Tierversuche finden sollen(auf dem Gebiet der biomedizinische Human Forschung). Während dieser Übergangszeit würden alle verfügbaren tierversuchsfreien Methoden zur Pflicht gemacht werden, alle Validierungen sollten möglichst durchgeführt werden, außerdem die Korrektur des Validierungsverfahren. Nicht mehr auf der Grundlage im Vergleich mit dem Tiermodell (das niemals validiert wurde !!), sondern basierend auf dem Vergleich mit den Ergebnissen der menschlichen Spezies.
Die Kommission äußerte seine Anerkennung für diejenigen, die eine ECI (Bürgerinitiative) gegründet haben und den Wunsch, dass ein solches Instrument der Demokratie immer häufiger verwendet würde.
Eine zweite Anhörung (die von mehreren hundert Personen besucht wurde) fand im Europäischen Parlament am Nachmittag des Montag, den 11. Mai statt. Die Anhörung wurde von vier Parlamentsausschüssen (AGRI, Landwirtschaft und Tierschutz / ENVI, Umwelt und Gesundheit / ITRE , Industrie und Handel / PETI Petitionen)organisiert und abgehalten.
Nach der Begrüßung der Präsidenten der ENVI und AGRI Ausschüsse und Einführung der Kommission (Jyrki Katainen und Karl Falkenberg) kamen die Wissenschaftler der Veranstaltungsgruppe als erstes zu Wort: Gianni Tamino, Claude Reiss und André Menache. Alle drei erklärten die Bereiche der Initiative und die Gründe für die tatsächliche sehr weit verbreitete Opposition gegen Tierversuche in der Welt der Wissenschaft.
Die folgende Einzeldebatte mit dem Titel "Aussichten für den derzeitigen Rechtsrahmen, des Wertes des Tiermodells für die Vorhersage menschlicher Reaktionen und Alternativen zu Tierversuchen", wurde in drei "Runden" unterteilt. Jede eröffnete mit den Aussagen von einem der drei Tierversuchsexperten (von AGRI gewählt).
Diese waren:
Ray Greek, Präsident der (AFMA) "Amerikaner für medizinischen Fortschritt", Françoise Barré-Sinoussi, im Auftrag der "European Federation of Pharmaceutical Industries" (EFPIA) und Emily Mc Ivor, von der "Humane Society International".
Ray Greek und Emily Mc Ivor unterstützten stark STOP-Vivisektion. Ray Greek mit einer sehr genauen Erläuterung der wissenschaftlichen Gründe für die Initiative.
Nicht so - natürlich - Françoise Barré-Sinoussi, die unter Berufung auf ihr Lebenswerk, erklärte, dass das Tiermodell nicht aufgegeben werden sollte.
Die Debatte wurde in jeder der Runden mit zahlreichen Interventionen der Abgeordneten abgehalten (die einzigen, die ermächtigt wurden, um aus dem Publikum zu sprechen). Die Zahlen zeigen, das Gewicht eines ganz greifbaren Erfolges für STOP-Vivisektion im Parlament: von 29 Interventionen von Abgeordneten waren 16 dafür, 10 dagegen und 3 neutral.
Die Schlussfolgerungen der langen Nachmittagssitzung (15.00 bis 18.30) wurden von Gianni Tamino gezogen. Er bat die Kommission um präzise und zuverlässige Antworten, um die bestehenden Widersprüche der Richtlinie 2010/63 EU aufzulösen.
In der Gesellschaft existiert jetzt ein vollständiges Bewußtsein für die Verteidigung der Rechte der Wissenschaft, die Verteidigung der Rechte der Menschen auf Gesundheit und eine gesunde Umwelt, und die Verteidigung der Rechte der Tiere. Das fordert von uns, in die gleiche Richtung zu gehen: das Ende der Tierexperimente. Er bat, dass der Satz "Tierversuche sind immer noch notwendig für den Schutz der menschlichen Gesundheit" aus der Richtlinie 2010/63 und von jedem anderen europäischen Recht gelöscht wird.
Eine allgemeine Bewertung der Ergebnisse, die mit der Initiative "STOP Vivisektion" erzielt wurden, kann innerhalb eines Monats gegeben werden, wenn die offizielle Antwort der EU-Kommission eintrifft.
Aber im Augenblick, zum Zeitpunkt des 11. Mai 2015, sind die STOP-Vivisektion Befürworter froh zu sagen, dass eine positive Veränderung vorzugehen scheint, und dass sie große Hoffnungen hegen, dass die Entscheidungen der EU-Kommission im Juni, die Probleme in zufriedenstellender Weise lösen.
Um weiterhin in den nächsten Monaten über STOP-Vivisektion informiert zu bleiben, gehen sie auf die Webseite:
www.stopvivisection.eu
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Freitag, 15. Mai 2015
Hearing von "Stop Vivisection" - Zahlen, Fakten, Lobbyismus
Bei der Anhörung von "Stop Vivisection" in Brüssel am 11.Mai 2015 wurde wenig vom Leid der Tiere gesprochen, vielmehr betonten Politiker und Nutzer von "Tiermodellen" ihren unschätzbaren Wert für die Forschung. Diejenigen denen die Gesundheit und das Wohlergehen von Mensch und Tier am Herzen lag, brachten immer wieder Zahlenmaterial und zitierten wissenschaftliche Studien um zu belegen wie unsinnig und gefährlich es ist, auf sogenannte " Tiermodelle" zu vertrauen.
Genetische Barrieren machen eine Vorhersehbarkeit der Reaktionen unmöglich und zu einem Glückspiel. Selbst innerhalb einer Art gibt es unterschiedliche Reaktionen.
Und das sind keine neuen Erkenntnisse.
So äußerte sich Prof. Dr. Herbert Hensel, Direktor des physiologischen Instituts der Universität Marburg, bereits 1975, in der Beilage zur "Neuen juristischen Wochenschrift" folgendermaßen:
"Nach Auffassung führender Biostatiker sind Wahrscheinlichkeitsaussagen vom Tier auf den Menschen grundsätzlich nicht möglich, weil weder die getesteten Parameter, noch die Tierarten , noch die geprüften Substanzen, als zufällige Stichproben im Sinne der Wahrscheinlichkeitstheorie gelten können. Damit besteht aber gegenwärtig überhaupt keine Möglichkeit einer wissenschaftlich begründeten Vorhersage.
In dieser Hinsicht ist die Situation noch ungünstiger als bei einem Glückspiel, da bei diesem die Erfolgschancen abschätzbar wären....Es wäre eine Illusion zu glauben, man brauche nur rigorose Vorschriften über Arzneimittelprüfungen im Tierversuch zu erlassen, um automatisch eine Erhöhung der Arzneimittelsicherheit zu erreichen. Das Beispiel der Contergan-Katastrophe, als Argument für strengere Prüfungen gern zitiert und in der Begründung des Regierungsentwurfs zur Reform des Arzneimittelrechts mehrfach erwähnt, beleuchtet diese Problematik besonders deutlich. Ebenso wenig wie damals ließe sich heute durch den Tierversuch eine derartige Arzneimittelkatastrophe mit ausreichender Sicherheit verhindern.
(Neue juristische Wochenschrift, Zeitschrift für Rechtspolitik Heft 12/1975)
Einige aktuelle Zahlenbeispiele:
Bei 25.000 Tierversuchsstudien gab es eine "Erfolgsquote" für die klinische Anwendung von 0,024%
92% der aufgrund von Tierversuchen für den Menschen als wirksam und ungefährlich geltenden Medikamente fallen durch die klinische Studie (Menschenversuch) und erhalten keine Zulassung.
20-50% der zugelassenen Medikamente werden später wieder vom Markt genommen oder mit Warnhinweisen versehen.
Etwa 58.000 Menschen sterben allein in Deutschland jährlich an Nebenwirkungen tierversuchserprobter Arzneimittel = Todesursache Nr.4
Obwohl dieses Forschungsmodell, basierend auf Tierversuchen, durchgefallen ist, wird es mit enormen Summen gefördert.
Allein in Deutschland stehen der Deutschen Forschungsgemeinschaft jährlich mindestens 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung, die zum größten Teil in Tierversuchsprojekte fließen.
Dagegen wird die Alternativforschung im Durchschnitt nur mit etwa 5 Millionen Euro gefördert.
Auch hier handelt es sich nicht ausschließlich um tierversuchsfreie Forschung, denn oft geht es bei den Studien nur darum, die bestehenden Tierversuche zu verfeinern, um dann mit weniger "Material" auszukommen.
Warum hält man also starrsinnig an einem Forschungsmodell fest, dass so wenig Erfolgsquoten vorzuweisen hat?
Darüber schrieb schon der Tierversuchskritiker Hans Rüsch im Vorwort seines Buches "Fälscher der Wissenschaft" :
"Es ist nicht nur tragisch sondern auch empörend, dass sich die Arzneimittelhersteller immer noch darauf berufen, ihre Mittel seien im Tierversuch "wissenschaftlich geprüft" worden und deshalb frei von schädlichen Nebenwirkungen - und das die Gesundheitsbehörden diesem Betrug Vorschub leisten. Dabei wissen die einen ebenso gut wie die anderen, dass Tierversuche lediglich eine Alibifunktion haben, für den Fall nämlich, dass die Schädlichkeit des Medikaments eines Tages nicht mehr verborgen werden kann. Dann können sie sagen, das alle "behördlich vorgeschriebenen Tests" gemacht worden sind - wobei sie verschweigen, dass diese Tests von ihnen selbst dem Gesetzgeber diktiert wurden; denn der Gesetzgeber muss sich in medizinischen Angelegenheiten vor den sogenannten Fachleuten beugen; und das sind eben die Dirigenten des Chemie-und des Ärzte Syndikats, mit denen die sogenannten obersten Gesundheitsbehörden so eng kollaborieren, dass sie oft nicht voneinander zu unterscheiden sind.
In Wirklichkeit sind diese Wissenschaftler von eigenen Gnaden, die den Tierversuch als dogmatischen Maßstab festgesetzt haben, Falschmünzer der Wissenschaft, die nicht nur der Volkswirtschaft, sondern auch der Volksgesundheit unermesslichen Schaden zufügen."
Bei der Anhörung von "Stop Vivisection" betonten die Tierversuchsbefürworter mehrfach, das unser "Europäisches Gesetz zum Schutze der Versuchstiere", verglichen mit dem "Rest der Welt", eines der besten Gesetze überhaupt sei und inzwischen erfolgreich in allen europäischen Staaten umgesetzt werde.
Zudem würde der Erfolg alle 5 Jahre kontrolliert.
11,5 Millionen Tiere werden in der EU jährlich im Tierversuch verbraucht. In 5 Jahren 57,5 Millionen.
Eventuell wird dann die Directive 2010/63 EU etwas nachgebessert?
Ist das hinnehmbar?
Die Bürger in der EU sind mehrheitlich gegen Tierversuche. Wann bitte möchten unsere Volksvertreter das zur Kenntnis nehmen?
Eine interessante Zusammenfassung über reglementierende Gesetze las ich in dem Buch "Holocaust, von Dr. Milli Schär Manzoli.
"Die Gesetze die Tierversuche reglementieren, stützen sich von vorneherein, auf ein wissenschaftlich und ethisch irriges Konzept: das heißt, sie nehmen an , das die Tierversuche aus wissenschaftlicher Sicht nützlich und mit ethischen Standpunkten vereinbar seien. Um diese Annahme glaubhaft zu machen, lügen die Betroffenen und haben die Möglichkeit, zu lügen, indem es ihnen gelingt, weite Kreise der Bevölkerung zu überzeugen:
Sie haben eben die finanziellen Mittel, um aufsehenerregende Anzeigen und Artikel in den Zeitungen zu bezahlen, und sie haben die politische Macht, um sich das Bündnis der Regierungen zu sichern, der Parlamentarier und der Parteien.
...Im Falle der Tierversuche geht es um offensichtlich unwissenschaftliche und unethische Handlungen, die in Toleranz gekleidet und vom Gesetz geschützt sind, also eine klare Abweichung von der gesetzlichen Mission, die sich nur durch die Existenz einer Lobby erklären lässt.
Dies geschieht in allen Ländern der Erde, wo die mit der Vivisektion zusammenhängenden ökonomischen Interessen vorherrschend sind und wo diese Interessen die Mittel und die Macht haben, sich öffentlich durchzusetzen. Es handelt sich praktisch um die industrialisierten Länder, da heutzutage die Tierversuchsforschung eine industrielle Tatsache ist."
Im Vorraum des Plenarraumes, in dem das Hearing von "Stop Vivisection" abgehalten wurde, fand ich einen Flyer in englischer Sprache. Laut Impressum, herausgegeben von einer Stiftung:
"The European Animal Research Association", mit Sitz in London.
Diese Stiftung ist augenscheinlich höchst beunruhigt über die schwindende Zustimmung der Bevölkerung zu Tierversuchen.
Sinngemäß heißt es in dem Flyer:
Trotz der klaren Vorteile und Notwendigkeit der Forschung an Tieren, ist die öffentliche Unterstützung nicht selbstverständlich.
Ein historischer Mangel an Transparenz und zuverlässigen Informationsquellen aus den Forschungsbereichen, neben starken Kampagnen von Tieraktivisten haben die öffentliche Unterstützung untergraben.
Organisationen, die Tiere für ihre Forschung verwenden, sind manchmal beunruhigt die über Transparenz und die Veröffentlichung ihrer Tierforschung. Diverse Initiativen gegen Tierforschung haben in mehreren europäischen Ländern Kampagnen lanciert.
In Italien wurden Forscher als "Attentäter" in der Tieraktivisten Literatur bezeichnet und Persönliche- und Kontaktinformationen portraitiert.
In Deutschland wurde der Neurowissenschaftler Prof. Andreas Kreiter in einer ganzseitigen Zeitungsanzeige von einem Tieraktivisten als "nicht menschlich" dargestellt.
Diese Attacken auf Forscher summieren sich zu einer langen Liste von Initiativen von Tieraktivisten, deren Ziel es ist, die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
Die Europäische Animal Research Association (EARA) wird von Organisationen unterstützt, die Tiere in ihrer Forschung gebrauchen.
EARA's Mission konzentriert sich auf vier Hauptpunkte:
Bessere Information und Aufklärung des Publikums, das der humane Gebrauch von Tieren weiterhin in der biomedizinischen Forschung erforderlich ist und sie davon profitieren.
Erstellen eines günstigen Klimas für Tierforschung durch Beeinflussung der EU politischen Entscheidungsträger.
Anleitung pan-europäischer Initiativen, um dem Druck auf die Labortier Lieferkette zu begegnen und die Lizenz für die Versuchstiere in der Forschung zu verwenden.
Unterstützt die Bemühungen der Tierforschungseinrichtungen, die Ware und Service benötigt, um an Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungen für Menschen und Tiere zu gelangen.
Auf der Webseite der Association findet man folgende Vorstandsmitglieder:
Association for Assessment and Accreditation of Laboratory Animal Care (AAALAC)
Associazione Italiana per le Scienze degli Animali da Laboratorio (AISAL)
Covance
efpia - European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations
recherche- animale.org
GSK - GlaxoSmithKline
Harla
Mario Negri Institute
Marshal Bio
Sanofi Group
Stichting Informatie Dierproeven (SID)
Understanding Animal Research (UAR)
http://eara.eu/uber-uns/verwaltung/
Unser Appell an die EU
Sehr geehrte Damen und Herren EU- Abgeordnete und EU- Parlamentarier.
Wir verstehen sehr wohl, warum der Chemie- und Pharmaindustrie sehr daran gelegen ist, das die Directive 2010/63 EU erhalten bleibt, garantiert sie ihnen doch weitgehend schrankenlose Forschungsfreiheit.
Den Versuchstieren garantiert sie jedenfalls keinen Schutz, obwohl in den Eingangsworten der Directive steht:
.
"Das Wohlergehen von Tieren ist ein Wert der Union, der in Artikel 13 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) verankert ist. "
Den Menschen in Europa liegt ihre Gesundheit und das Wohlergehen von Umwelt, Tier- und Naturschutz sehr am Herzen.
SIE jedenfalls wurden gewählt, um die Interessen der Europäischen Bürger und deren Werte zu vertreten und nicht die Wünsche der milliardenschweren Chemie- und Pharmaindustrie zu erfüllen.
Dienstag, 12. Mai 2015
Anhörung der Bürgerinitiative "Stop Vivisection" am 11. Mai 2015
Wie bereits angekündigt haben wir uns sehr bemüht eine Einladung für die Anhörung der neu gegründeten Bürgerinitiative von "Stop Vivisection" zu erhalten. Denn so richtig haben wir nicht verstanden, wie es mit unserer Petition "REACH stoppen - Tierversuche abschaffen" weitergeht.
Bei der zweiten Behandlung unserer Petition am 16. April 15 wurde uns gesagt, die "Inhalte" unserer Petition würden am 11. Mai durch die Mitglieder des Petitionsauschuss, die allesamt an der Anhörung teilnehmen und unsere Petition nicht nur gelesen, sondern studiert haben, wegen der Gleichheit der Themen, zusammen behandelt. Und diese Anhörung wird dann europaweit per Direktlink für alle Bürger Europas zu sehen sein.
Also haben wir uns in Voraus bemüht eine "Einladung zu der Anhörung zu erhalten.
Sehr geehrte Frau Wikström.
Am 16. April hatten wir die Gelegenheit, im Petitionsauschuß an der Verhandlung unserer Petition gegen die Tierversuche für die REACH Verordnung teilzunehmen.
Dabei wiesen Sie uns auf das Hearing zum Thema Tierversuche am 11. Mai hin, unter Mitwirkung des Petitionsauschusses und der Europäischen Bürgerinitiative "Stop Vivisection" .
Das hat unser Interesse geweckt und wir würden gerne persönlich anwesend sein, zumal Prof. Claude Reiss am 1.4. 2014 so freundlich war, bei der ersten Verhandlung unserer Petition eine Power-Point Präsentation zum Thema REACH, Chemikalien und Tierversuche zu halten.
Wir möchten Sie deshalb bitten uns eine offizielle Einladung zu schicken, um uns die Teilnahme an diesem Event zu ermöglichen.
Außerdem wünschen die Initiatoren der Bürgerinitiative, Herr Dr. Claude Reiss und Dr. Andre Menache unsere Teilnahme, Dr. Claude Reiss hat das dem zuständigen EU-Ausschuss bereits mitgeteilt.
Mit freundlichen Grüßen
Gisela Urban und Gabriele Menzel
Tierfreunde ohne Grenzen e.V.
Leider bekamen wir trotz mehrmaligem Verschicken keine Antwort. Auch Anfragen an verschiedene andere Volksvertreter brachten keine hilfreiche Antwort.
Zum Glück schrieb uns Prof.Claude Reiss, dass es sich um eine öffentliche Sitzung handelte und so reisten wir nach Brüssel um an diesem wichtigen Ereignis teilzunehmen.
Unter diesem Link kann man sich die Sitzung ansehen: http://www.europarl.europa.eu/ep-live/en/committees/video?event=20150511-1500-COMMITTEE-AGRI-ENVI-ITRE-PETI
Die Bundesvorsitzende der deutschen Tierschutzpartei Bettina Jung kam ebenfalls "Last Minute" angereist um teilzunehmen und gemeinsam schafften wir es.
Unser gemeinsames Statement:
Öffentliche Anhörung von "Stop Vivisection" am 11.Mai 2015
"Stop Vivisection" ist eine von 3 Europäischen Bürgerinitiativen.
Ihr Ziel ist die Aufhebung der Direktive 2010/63 EU, die eigentlich den Schutz der Tiere in der wissenschaftlichen Forschung garantieren soll und dabei total versagt. "Stop Vivisection" fordert eine neue Verordnung, im Sinne des Tierschutzes und der Gesundheit der Europäischen Bürger zu schaffen.
Dazu gab es am 11. Mai 2015 ein öffentliches Hearing im Europäischen Parlament in Anwesenheit von Prof. Claude Reiss, Dr. Andre Menache und Gianni Tamino für "Stop Vivisektion" und 4 Auschüssen des Europäischen Parlaments.
Der Ausschuß für Umwelt, Öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, der Auschuß für Industrielle Forschung und Energie, der Ausschuß für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und der Petitionsauschuß, dem zur Zeit zwei wichtige Petitionen vorliegen, eine davon die Petition "Tierversuche für REACH zu stoppen", von Gisela Urban und Gabriele Menzel (Tierfreunde ohne Grenzen e.V.) mit dem Ziel, Tierversuche abzuschaffen.
Das Hearing dauerte etwa dreieinhalb Stunden. In dieser Zeit kamen sowohl die Sprecher von "Stop Vivisektion" zu Wort, Sachverständige, Vertreter der Kommission und offensichtliche Befürworter der Vivisektion.
Geleitet wurde das Hearing vom Vize- Präsident der Europäischen Kommission Herr Jyrki Katainen.
Bei der Anhörung ging es weniger um das Leiden der Tiere in den Versuchen, als vielmehr darum, ob das Tier ein taugliches Modell für menschliche Erkrankungen ist oder ob der Versuch, die Ergebnisse von Tierversuchen auf den Menschen zu übertragen vielmehr fahrlässig und gefährlich ist, was die steigenden sog. Zivilisationskrankheiten eindrücklich zeigen.
Die Standardkommentare der Politiker, die sich zu Wort meldeten, drückten in erster Linie Bedauern und auch Kritik an der hohen Zahl der Tierversuche in der Europäischen Union aus, insgesamt fast 12 Millionen pro Jahr. Mehrfach hörte man die Frage, ob es zum jetzigen Zeitpunkt genügend Alternativen gäbe, um schon aus dem Tierversuch auszusteigen. Das sei zur Zeit nicht möglich und deshalb begrüße man die Direktive und äußerte Befürchtungen, dass die Forschung in Länder außerhalb der Union abwandere und dort die Tiere ohne den großartigen Schutzschirm der Union noch mehr gequält würden.
Die Directive schreibe zwingend das Prinzip der 3R vor, replace (ersetzen), reduction, (reduzieren) und refine (verfeinern).
Dazu argumentiert "Stop Vivisection" : Die Berufung auf die 3R als Mittel, um den Tierschutz und die Tierversuche zu verbessern, hat sich als Sackgasse erwiesen. Seit ihrer Gründung vor 56 Jahren, sind die 3R Prinzipien keineswegs in der Lage gewesen, um Tierversuche zu reduzieren, noch machen sie sie respektabel oder wissenschaftlich ausreichend.
Im Gegenteil: durch die unkontrollierte Verwendung von genetisch veränderten Tieren gab es einen deutlichen Anstieg der Nutzung von Tieren.
Weitere Kommentare während dieses Hearings:
...Tierversuche = Unlauterer Wettbewerb gegenüber der Alternativforschung
...Es sind nur Behauptungen, dass Tierversuche auf den Menschen erfolgreich übertragen werden können - genießen sie diese Behauptungen mit Vorsicht.
...Tiermodelle schaden den Menschen und der seriösen Wissenschaft
...Die Grundlage dieser Behauptung muss grundlegend geändert werden, sonst hätten wir nicht 12 Millionen Tierversuche jährlich.
...Es müssen deshalb dringend Arbeitsgruppen gebildet werden, die die Umsetzung des EU Tierschutzgesetzes in allen EU Ländern überwachen.
...Die Argumente der Pharmaindustrie und deren Befürworter, man müsse mit Tierversuchen auf andere Länder ausweichen, die keine strengen Tierschutzgesetze kennen, muss man entgegensetzen das diese Medikamente bzw. Produkte dann nicht auf den europäischen Markt gelangen dürfen.
...Die Ethikkommissionen werden dominiert von Firmen, die Interesse an den Tierversuchen haben.
Francoise Barre-Sinoussi, Nobelpreisträgerin,forscht seit 30 Jahren an Primaten. Nannte sich selbst eine "AIDS" Frau.
Alle Impfstoffe die in dieser Zeit entwickelt wurden , versagten beim Menschen.
In Erwiderung auf die Rede von Francoise Barre-Sinoussi sagte Prof. Reiss: " Ich möchte hierzu wissenschaftliche Daten vortragen. Die Affen tragen den Virus SIV, der Mensch den Virus HIV, diese sind grundverschieden."
Prof. Reiss zitierte einen Pharmavertreter der sagte: "Aidsforschung ist für uns jährlich ein 36 Milliarden Dollar Geschäft: Wir sägen uns doch nicht den Ast ab, auf dem wir sitzen. "
Eine Sprecherin der Human Society, E. Mc Ivor, führte aus:
"Die Entwicklung von Medikamenten steckt in der Krise, weil Tiermodelle mit menschlichen Krankheiten die künstlich hervorgerufen werden, nicht funktionieren."
2% der 11.5 Millionen Tierversuche gelten als schwerwiegend. Es gibt eine lange Liste:
Elektroschocks, komplette Isolation, Herzstress, Schwimmstress, menschliche Depressionen werden durch Isolation simuliert, deshalb müssen TV vollständig ersetzt werden.
Es muss überprüft werden, ob die Ziele erreicht wurden.
Man sollte ein Europäisches Referenzlabor einrichten, um Tierversuche vollständig zu ersetzen.
Der EU Parlamentarier Stefan Bernhard Eck verwies darauf, dass Tiere fühlende Lebewesen sind und keine Produktionseinheiten. Den Wählern wird vor jeder Wahl versprochen, etwas gegen die Tierversuche zu unternehmen. Die Bürger sind mehrheitlich gegen Tierversuche. Wenn die EU Kommission den Bürgerwillen ignoriert, wird die Kluft zwischen Politikern und Wählern immer grösser.
Die Politk-Verdrossenheit nimmt immer weiter zu.
Die Europäische Union sollte eine Wertegemeinschaft sein.Deshalb muss die EU Directive dringend reformiert werden. Denn sie hilft den Pharmakonzernen und Vivisektoren, nicht den Tieren.
Forschung ja - Tierversuche nein.
Es fehlt am politischen Willen, Schwachstellen zu beseitigen.
Kommentare von Zuhörern:
Die Bundesvorsitzende der deutschen "Tierschutzpartei " Bettia Jung:
" Ich glaube ich habe heute in den seelischen Lobbyisten- Abgrund in Brüssel gespäht. Sicher 20 internationale "STOP VIVISECTION"-Supporter waren bei dem Hearing dabei.
Wir haben auch gute Parlamentarier-Reden gehört. Sehr gute sogar.
Aber, will man dem Rest glauben, sind wir schon im Tierrechtshimmel.
Das Schlimmste, da nun die Macht der Petition erkannt wird....zwei Aussagen von Parlamentariern ins Mikro!!!
1.) TTIP könnte helfen, Tierversuche zu verringern. (wegen der Kontrollfunktion, nämlich, ...)
2.) Der belgische EU Abgeordnete Marc Tarabello sagte, man müsse aufpassen, wohin diese Form des Volksbegehrens führt...Nachher kommt noch einer auf die Idee, eine Petition zur Wiedereinführung der Todesstrafe zu starten!!! ...und bekommt 1 Million Stimmen zusammen. Sollen wir die dann einführen?
Am Ende des Hearings fragten wir Prof. Reiss: Wie sind sie mit dem Ergebnis des heutigen Hearings zufrieden?
Er fand es enttäuschend, weil er gemerkt hat, dass der größte Teil der EU Parlamentarier wahrscheinlich das Bürgerbegehren ablehnen wird, da sie von der Pharmalobby beeinflusst sind.
Warten wir es ab.
Wir berichten weiter.
Donnerstag, 30. April 2015
Action in support of "Stop Vivisection"
This is a Facebook event from MEP Stefan Bernhard Eck.
https://www.facebook.com/events/834781529902500/
Dear animal friends, dear animal rights activists all over Europe,
On March 3rd this year 1,173,131 officially verified signatures of the citizens' initiative "Stop Vivisection" were handed to the European Commission.
Within the last two weeks e-mails and letters from big animal experiment laboratories or universities have reached MEPs in which they were asked to decisively speak out against a ban of animal experimentations or a reform of the Directive 2010/63/EU.
Now we should react! Let us stand up for the millions and millions of animals which are suffering, dying in animal experiments in Europe.
What the proponents of animal experiments can do we can do as well: Please, write to the MEPs why animal ...experiments are need to be banned and why it is important to advocate a humane and animal-free research.
Please, share it with all your friends!
Here it is a proposal for your e-mail:
Dear honourable Member of European Parliament,
Based on the citzens´ initiative „Stop Vivisection“ 1.173.131 officially verified signatures from EU citizens of all 28 member states were handed over on March 3rd 2015, argueing against animal testing. You may know that May 11th 2015 will take place a corporate hearing of several committees referring to the matter of animal experimentation.
I would like to ask you to decisively speak out against the perpetuation of terms of reference on animal research 2010/63/EU and to take an unmistakable position for a more humane research without animal experiments, as
• 92 percent of all potential pharmaceutical products do not hold a clinical trial due to deficient effects or unwanted adverse reaction, in spite of the fact to produce efficient and save results in animal testing.
• Half of those medicaments tested with animals which got a license were withdrawn, because later it turned out that they had serious and often mortal side effects.
• A clinical trial made by the Pharmaceutical Company Pfizer shows that identifying substancies that may activate cancer in human beings only had a hit ratio of 50 percent. A coin could be thrown just as well.
• Due to projections in Germany, up to 58.000 persons annually die because of medicament side effects. All such medicaments were tested on animals!
• The major part of the population in the European Union (according to statistics about 80 %) refuse to animal experimentation mostly for ethical reasons, as great pain, suffering, fear and permanent damages are caused to millions and millions of sentient laboratory animals for such a questionable progress. Generally in the end these animals will be killed. During 2011 in the EU 11.5 millions of sentient beings – disrated to a so called „animal model programme“ – were used up for animal research.
• During the past decades holding on to animal experimentation has impeded the scientific progress rather than pushing it towards the development of secure methods without animal testing. Techniques without the use of animal research nowadays present reliable results which are transferable to human beings and they are more cost-efficient. However those methods are rarely used because the abolitionists hang on to the outmoded „animal model programme“, in spite of the ethical problem and the arguements stated above, which can be clearly used against perpetuation.
Medical progress is important – but animal experimentation is the wrong way and should no longer be put into practice in a modern and humanely Europa.
„The deliberate transformation of a sentient being into a bundle of distress and silent desparation is a crime – or what else should be called so?“ (Prof. Dr. Robert Spaemann)
„Actually there are only two reasons to support animal experimentation: either you don´t know enough about this matter or you are earning money with it.“ (Dr. Dr. Christopher Anderegg, former experimentator)
„Vivisection is by my opinion the darkest of all criminal acts.“ (Mahatma Gandhi)
If you have any further questions about alternative methods of testing, the animal rights groups „Ärzte gegen Tierversuche“, the „Verein zur Abschaffung der Tierversuche“ and many other NGOs intensely working on this matter will surely answer.
With kind regards, your voter
Please send it to all the MEPs:
gerolf.annemans@europarl.europa.eu; maria.arena@europarl.europa.eu; pascal.arimont@europarl.europa.eu; hugues.bayet@europarl.europa.eu; ivo.belet@europarl.europa.eu;
philippe.debacker@europarl.europa.eu; mark.demesmaeker@europarl.europa.eu; gerard.deprez@europarl.europa.eu; philippe.lamberts@europarl.europa.eu; sander.loones@europarl.europa.eu;
louis.michel@europarl.europa.eu; frederique.ries@europarl.europa.eu; claude.rolin@europarl.europa.eu; bart.staes@europarl.europa.eu; helga.stevens@europarl.europa.eu;
marc.tarabella@europarl.europa.eu; anneleen.vanbossuyt@europarl.europa.eu; kathleen.vanbrempt@europarl.europa.eu; tom.vandenkendelaere@europarl.europa.eu; hilde.vautmans@europarl.europa.eu;
guy.verhofstadt@europarl.europa.eu; nedzhmi.ali@europarl.europa.eu; nikolay.barekov@europarl.europa.eu; angel.dzhambazki@europarl.europa.eu; mariya.gabriel@europarl.europa.eu;
filiz.hyusmenova@europarl.europa.eu; iliana.iotova@europarl.europa.eu; andrey.kovatchev@europarl.europa.eu; ilhan.kyuchyuk@europarl.europa.eu; svetoslav.malinov@europarl.europa.eu;
iskra.mihaylova@europarl.europa.eu; momchil.nekov@europarl.europa.eu; andrey.novakov@europarl.europa.eu; eva.paunova@europarl.europa.eu; georgi.pirinski@europarl.europa.eu;
emil.radev@europarl.europa.eu; sergei.stanishev@europarl.europa.eu; vladimir.urutchev@europarl.europa.eu; lefteris.christoforou@europarl.europa.eu; takis.hadjigeorgiou@europarl.europa.eu;
costas.mavrides@europarl.europa.eu; demetris.papadakis@europarl.europa.eu; neoklis.sylikiotis@europarl.europa.eu; eleni.theocharous@europarl.europa.eu;dita.charanzova@europarl.europa.eu;
martina.dlabajova@europarl.europa.eu; petr.jezek@europarl.europa.eu; jan.keller@europarl.europa.eu; katerina.konecna@europarl.europa.eu; petr.mach@europarl.europa.eu;
jiri.mastalka@europarl.europa.eu; ludek.niedermayer@europarl.europa.eu; pavel.poc@europarl.europa.eu; miroslav.poche@europarl.europa.eu; stanislav.polcak@europarl.europa.eu;
jiri.pospisil@europarl.europa.eu; miloslav.ransdorf@europarl.europa.eu; olga.sehnalova@europarl.europa.eu; michaela.sojdrova@europarl.europa.eu; jaromir.stetina@europarl.europa.eu;
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marju.lauristin@europarl.europa.eu; urmas.paet@europarl.europa.eu; indrek.tarand@europarl.europa.eu; yana.toom@europarl.europa.eu; nikos.androulakis@europarl.europa.eu;
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jaroslaw.kalinowski@europarl.europa.eu; karol.karski@europarl.europa.eu; janusz.korwin-mikke@europarl.europa.eu; agnieszka.kozlowska-rajewicz@europarl.europa.eu;
zdzislaw.krasnodebski@europarl.europa.eu; barbara.kudrycka@europarl.europa.eu; zbigniew.kuzmiuk@europarl.europa.eu; ryszardantoni.legutko@europarl.europa.eu; janusz.lewandowski@europarl.europa.eu;
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stanislaw.ozog@europarl.europa.eu; boleslaw.piecha@europarl.europa.eu; miroslaw.piotrowski@europarl.europa.eu; julia.pitera@europarl.europa.eu; marek.plura@europarl.europa.eu;
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