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Freitag, 4. April 2014
Unsere Forderung - Keine Tierversuche für REACH
Im Oktober 2013 haben wir unsere Petition in Brüssel mit folgendem Text eingereicht:
Gisela Urban und Gabriele Menzel
European Parliament
Der Praesident des Europaeischen Parlament
Rue Wiertz
B-1047 Bruessel
Petition
REACH stoppen! Keine Tierversuche fuer eine verfehlte europaeische Chemikalienpolitik. (Deutsche Version)
Stop REACH! No animal testing for a failed chemicals policy (Englische Version)
Autoren der Petition:
Gisela Urban
Gabriele Menzel
Diese Petition wird unterstuetzt und eingereicht durch folgende Vereine:
Tierfreunde ohne Grenzen e.V.
Gisela Urban
Gabriele Menzel
Claudia Sunitsch
Jocelyne Lopez
Partei Ethik und Tierrecht
Michael Siethoff
Antidote Europe
Andre Menache
Arbeitskreis Tierschutz Guetersloh
Gerhard Oesterreich
Animal Protection Group e.V.
Marco und Adile Pannicke
Aktionsgemeinschaft gegen Tierversuche Ffm. Int.
Roswitha Taenzler
Dagmar Seliger
7.724 Personen aus Deutschland, Europa und allen Teilen der Erde haben unsere Petition online und per U-Liste unterzeichnet.
Sehr geehrter Herr Praesident, sehr geehrte Damen und Herren des Petitionsausschusses, sehr geehrte Parlamentsabgeordnete, sehr geehrte Kommission, sehr geehrter Herr Dr. Jahr,
wir als Buerger Europas, als Steuerzahler und als Tierfreunde aus aller Welt, fordern die Europaeische Kommission und das Europaeische Parlament auf, die Verordnung REACH unverzueglich zu stoppen.
Punkt 1:
Ethische Begruendung
Millionen Tiere erleiden einen grausamen Tod, weil Menschen hochgiftige Chemikalien produzieren und verkaufen wollen. Tiere sind keine Messinstrumente für giftige Substanzen! Sie fuehlen Schmerzen, Angst und Leid ebenso wie wir Menschen.
s. Anlage 1 - Petiton gegen die EU-Verordnung "REACH" von „Tierfreunde ohne Grenzen e.V.“ in deutscher und englischer Sprach
Punkt 2:
Die Unrechtmaessigkeit der REACH-Verordnung
Als die REACH-Verordnung verabschiedet wurde und am 1.7.2007 in Kraft trat, galt noch die Europaeische Richtlinie 86/609/EWG.
In den einleitenden Saetzen heisst es:
"Durch diese Harmonisierung soll gewaehrleistet werden, dass die Zahl der zu Versuchs- und anderen wissenschaftlichen Zwecken verwendeten Tiere auf ein Minimum beschraenkt bleibt, dass die Tiere ordnungsgemaesse Pflege erhalten, dass ihnen unnoetige Schmerzen, Leiden, Aengste oder dauerhafte Schaeden erspart bleiben und dass diese, sofern sie unvermeidbar sind, auf ein Mindestmass beschraenkt werden."
Bei der Verabschiedung der REACH Verordnung war bereits klar, daß der Tierverbrauch dadurch millionenfach ansteigen wird.
Ebenfalls war klar, daß es nicht genuegend anerkannte Alternativen zu den toxikologischen Testreihen gab, so das folgender Grundsatz aus der REACH Verordnung irrefuehrend war und ist:
"REACH schafft ein Gleichgewicht zwischen dem Aufklärungsbedarf, der hinsichtlich der Gefahren von chemischen Stoffen besteht, und dem Ziel der Vermeidung unnötiger Tierversuche bei der Gewinnung solcher Informationen. Neue Versuche dürfen nur dann durchgeführt werden, wenn alle anderen Datenquellen erschöpft sind. Versuche mit Wirbeltieren dürfen gemäß REACH nur als letztes Mittel durchgeführt werden."
Richtlinie 86/609/EWG.
Artikel 7
(2) Ein Versuch darf nicht vorgenommen werden, wenn zur Erreichung des angestrebten Ergebnisses
eine wissenschaftlich zufriedenstellende, vertretbare und praktikable Alternative zur Verfuegung steht, bei der kein Tier verwendet werden muss
.
(4) Die Versuche sind so durchzufuehren, dass den Versuchstieren Aengste oder unnoetige Schmerzen
und Leiden erspart bleiben. Dabei sind die Bestimmungen des Artikels 8 zu beachten. Die in Artikel 9
genannten Massnahmen sind in allen Faellen zu treffen.
(1) Jeder Versuch muss unter Voll- oder Lokalanaesthesie durchgefuehrt werden.
(2) Absatz 1 gilt nicht, wenn
a) die mit der Betaeubung verbundene Beeintraechtigung des Wohlbefindens des Tieres groesser ist als die Beeintraechtigung durch den Versuch selbst;
b) eine Betaeubung mit dem Ziel des Versuchs unvereinbar ist. Fuer diese Faelle sind geeignete Rechts- und
oder Verwaltungsmassnahmen zu ergreifen, damit gewaehrleistet ist, dass derartige Versuche nicht
unnoetig durchgefuehrt werden.
Eine Betaeubung soll im Falle schwerer Verletzungen, die starke Schmerzen verursachen koennen, durchgefuehrt werden.
(3) Ist eine Betaeubung nicht moeglich, so soll durch Anwendung von Analgetika oder durch andere geeignete Methoden soweit wie moeglich sichergestellt werden, dass Schmerzen, Leiden, Aengste oder Schaeden verringert werden und dass dem Tier auf jeden Fall starke Schmerzen, Aengste oder Leiden erspart bleiben.
(4) Sofern ein solches Vorgehen mit dem Ziel des Versuchs vereinbar ist, muss ein betaeubtes Tier, bei dem mit Abklingen der Betaeubung erhebliche Schmerzen auftreten, rechtzeitig mit schmerzlindernden Mitteln behandelt werden oder, falls dies nicht moeglich ist, unverzueglich schmerzlos getoetet werden.“
Kommentar:
Artikel 8 war bei toxikologischen Versuchen unmoeglich einzuhalten. Man kann Tiere nicht schonend vergiften.
Analgetika verfaelscht das Versuchsergebnis. Die Tiere werden bei vollem Bewusstsein Chemikalien und Giften ausgesetzt. Bei Langzeitstudien 10 Monate oder laenger
Unsere Forderung:
Das berechtigte Interesse der Menschen, vor schädlichen Chemikalien geschützt zu werden, kann nicht durch noch mehr Tierversuche gelöst werden. Über viele Chemikalien, die seit über 20 Jahren auf dem Markt sind, liegen bereits zahlreiche, am Menschen gewonnene Daten vor. Dieses bereits vorhandene Wissen muss zunächst ausgewertet werden. Bestandsdaten, die schon seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Institutionen vorhanden sind, sind heranzuziehen.
Aus diesen gen. Gründen fordern wir eine europaweite zentrale Datenerfassungsbehörde aller toxikologischen Versuche. Aus dieser zentralen Behörde sollen Anfragen hinsichtlich aller bisherigen toxikologischen Tests abgefragt und korrekt beantwortet werden können.
Punkt 3:
Alternativmethoden
Lt. BUAV – ( British Union for the Abolition of Vivisection) und Antidote Europe koennten aber alle Tierversuche schon heute durch Alternativen ersetzt werden. Warum wird das ignoriert?
Vorhandene Alternativmethoden sind anstelle der konservativen Tierversuche heranzuziehen.
Da zahlreiche Studien in unterschiedlichen Institutionen vorhanden und Wiederholungsversuche verboten sind, ist REACH einzustellen.
s. Anlage 2 - Publikation Antidote Europe, Dr. Andre Menache
Anlage 2.1
Artikel der „ Aerzte gegen Tierversuche e.V.“ Wissenschaftliche Testmethoden statt REACH-Tierversuche
Punkt 4
Eine repraesantive Umfrage der EU im Jahre 2009 ergab, dass ein hoher Prozentsatz der EU- Buerger gegen jegliche Tierversuche ist und sogar die Manipulation von Fruchtfliegen ablehnt.
89% stimmten dafuer, dass die neue EU Tierversuchsrichtlinie alle Tierversuche verbieten soll, die Schmerzen und Leiden hervorrufen.
Siehe Anlage 3
Unsere online Petition wurde von 3.284 (deutsch) und 1.280 (englisch) Menschen unterzeichnet.
3.160 Personen unterschrieben unsere U- Listen auf der Strasse , an Informationsstaenden und bei anderen Gelegenheiten und eine Vielzahl von Menschen beteiligte sich und half dabei, Unterschriften zu sammeln.
Die REACH Verordnung betrifft nicht nur Menschen in Europa, sondern alle Staaten, die Handel mit Europa treiben. Besorgte Menschen aus aller Welt unterzeichneten unsere Petition. Tierversuche und REACH machen unsere Welt nicht sicherer. Im Gegenteil, es ist zu befuerchten, dass durch die „Nicht-Uebertragbarkeit“ von Tierversuchen auf andere Spezies hochgiftige Chemikalien auf dem Markt bleiben und unsere Umwelt und uns Menschen dauerhaft schaedigen. Ausnahmegenehmigungen aus sozio-oekonomischen Gruenden sind zu verbieten.
Da hier ein europa- bzw. weltweites öffentliches Interesse am sofortigen Stopp der Verordnung "REACH" besteht, sehen wir der Antwort des EU-Petitionsausschusses dringlich und positiv entgegen.
Hochachtungsvoll
Gisela Urban und Gabriele Menzel
Donnerstag, 18. Juli 2013
Kommitee Antidote Europe Frankreich
Antidote Europe :http://antidote-europe.org/en/
Ausschnitt aus der o.a. Website:
There are many ways in which animals are used in science, but their role as models for predicting human outcome is especially controversial. Read ‘Are animal models predictive for humans?’
- ANTIDOTE EUROPE hat die E.U.-Kommission mehrmals auf die bekannte Tatsache hingewiesen, dass Ergebnisse aus Tierexperimenten nicht auf den Menschen übertragbar sind, nicht einmal auf andere Tierarten. Auch wenn das toxische Risiko chemischer Substanzen noch so lang, noch so gründlich, noch so gewissenhaft an unzähligen Versuchstieren getestet wird, wissen wir noch immer nichts über die Wirkung auf den Menschen. ANTIDOTE EUROPE hat das Scientific Toxicology Program (Wissenschaftliches Toxikologie Programm) entwickelt, kurz STP genannt. STP basiert auf menschlichen Zellkulturen, auf gentechnischem Wissen und DNA-Chips. Mit STP ist es z.B. möglich 100.000 chemische Substanzen in absehbar kurzer Zeit zu testen, und zwar ohne Tiere! Vergleichsweise hat die EU-Kommission 12 Jahre für nur 30.000 Substanzen veranschlagt! Gefährliche und/oder krebserregende Substanzen auszutesten dauert mit den grausamen toxikologischen Tiertests (meist an Nagern) mehrere Monate, ohne verlässliche Resultate zu erbringen. STP dagegen, erbringt sichere Ergebnisse innerhalb weniger Tage. Wenn Sie mehr über ANTIDOTE EUROPE erfahren möchten, informieren Sie sich bitte im Internet. Die Forschungsarbeiten können Sie mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen. Alle Tierschutzorganisationen, besonders die Antivivisektionsvereine, sind aufgerufen, sich mit ANTIDOTE EUROPE zu verbünden, um gemeinsam gegen die Schande Tierversuch vorzugehen. Mit den Erkenntnissen von ANTIDOTE EUROPE, die auch in Medizin und Mikrobiologie Anwendung finden, können Tierversuche bald der Vergangenheit angehören, wenn „man“ nur will. Die Durchsetzung dieser Forschungsprogramme erfordert europaweit massive Druckausübung auf die politischen Entscheidungsträger. Bitte denken Sie daran bei der bevorstehenden Europawahl und der Bundestagswahl im September. Fragen Sie bitte die Abgeordneten aller Parteien, was Sie über ANTIDOTE EUROPE und STP wissen und wie sie dazu stehen. Professor Claude Reiss und Mitarbeiter referierten nämlich mehrmals vor dem Europaparlament über ihre bahnbrechenden Technologien. Fragen Sie bitte auch noch, ob wir alle Chemikalien und Giftstoffe brauchen, die profitgierige Chemie- und Pharmahersteller auf den Markt werfen, ohne Rücksicht auf Mensch, Tier und Umwelt. Und, was gesundheitsschädigende Chemikalien in unserem täglichen Leben überhaupt zu suchen haben. Der Nutzen dieser Chemikalien muss kritisch hinterfragt und dann eine Auswahl der wenigen, wirklich unverzichtbaren Substanzen bestimmt werden. Seit Jahrzehnten schon fordern veranwortungsbewusste Forscher und Ärzte das Verbot der wissenschaftlich überholten Tierversuchspraktiken. WARUM hört man nicht auf sie? Weil Tierversuche ein einträgliches Geschäft sind. Deshalb werden Alternativen abgelehnt, schlecht gemacht, deren Validierung hintertrieben! Tierversuche seien unverzichtbar, kolportieren empört die Hersteller und Vermarkter von Tierversuchsprodukten, vereint mit den sonstigen Profiteuren, nämlich den Vivisektoren; den Züchtern von Versuchstieren; den Händlern von teils erschlichenen, teils gestohlenen Tieren; den Herstellern von Spezialfuttermitteln; den Herstellern von Stallungen, Käfigen, Fixiergeräten und sonstigem Zubehör. Unisono beschwören diese Tierversuchsbefürworter auch noch das Horrorszenario, Deutschland verkäme zur Wissenschaftswüste, die Forscherelite wandere ab, Tierversuche würden in andere Länder verlegt, etc. Achtung! Hochkarätige Wissenschaftler/Forscher wandern nur dann ab, wenn die überholte, wissenschaftlich unzuverlässige Vivisektionsforschung weiterhin grosszügig mit Steuer- geldern gefördert wird - gegen den Willen vieler Bürger - , die neue wissenschaftlich zuverlässige Alternativforschung dagegen aussen vor bleibt! STOP dem Tierversuch! Danke für Ihre Aufmerksamkeit
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Dienstag, 18. Dezember 2012
Die Folgen von REACH
Die Folgen von REACH auf den Welthandel, die Wirtschaft, Arbeitsplätze und den Verbraucher
In der Folge möchten wir auf eine Studie hinweisen, die im November 2005 veröffentlicht wurde.
„REACH teurer für die Welt, selbstmörderisch für Europa“
Die Studie wurde von Angela Logomasini, Director of Risk and Environmental Policy am
Competitive Enterprise Institute für das Institut Hayek (Brüssel) erstellt.
Diese Studie wurde sicherlich im Sinne der betroffenen Wirtschaftsunternehmen erstellt, aber sie ist doch sehr erhellend in Bezug auf die Kosten die REACH verursachen wird, welchen Umfang dieses Programm angenommen hat, welche Auswirkungen es auf die Weltwirtschaft und „Dritte Welt Staaten“ haben wird, auf Arbeitsplätze in Europa und nicht zuletzt in welchem Ausmaß die Anzahl der Tierversuche steigen wird.
Die Studie wurde von Angela Logomasini, Director of Risk and Environmental Policy am
Competitive Enterprise Institute für das Institut Hayek (Brüssel) erstellt.
Diese Studie wurde sicherlich im Sinne der betroffenen Wirtschaftsunternehmen erstellt, aber sie ist doch sehr erhellend in Bezug auf die Kosten die REACH verursachen wird, welchen Umfang dieses Programm angenommen hat, welche Auswirkungen es auf die Weltwirtschaft und „Dritte Welt Staaten“ haben wird, auf Arbeitsplätze in Europa und nicht zuletzt in welchem Ausmaß die Anzahl der Tierversuche steigen wird.
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